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Kickboxen für Kids: Es geht nicht ums Draufschlagen

Kickboxen für Kids : Es geht nicht ums Draufschlagen

Beim Ferienprogramm der OGS Sürster Weg ist das Kickboxtraining mit zwei Profis gut angekommen.

Wichtige Voraussetzungen für den Kickbox-Sport bringen die 29 Mädchen und Jungen schon mit: Ausdauer, Disziplin und Respekt. Das stellten die Sechs- bis Zwölfjährigen beim Ferienprogramm der Offenen Ganztagsschule (OGS) Sürster Weg unter Beweis.

"Kickboxen ist eine Sportart, an die man als Erwachsener mit Kindern eher vorsichtig herangeht. Man muss die richtigen Voraussetzungen schaffen", sagten Jasmin Pfrüner und Bozena Kinzel von der OGS. Über persönliche Kontakte hatten sie die beiden Profi-Kickboxer Baker Barakat und Remo Arns gewinnen können, die den Mädchen und Jungen in einem Kickbox-Anfängerkursus einen Eindruck von dem Sport vermittelten.

Und dabei geht es nicht ums "Draufschlagen", wie die Profis gleich zu Beginn verdeutlichten. Wichtig sei vor allem Respekt. "Respekt fängt schon zu Hause an, gegenüber den Eltern, den Geschwistern, den Lehrern und später dem Arbeitgeber", erklärte Baker Barakat. So stehe am Anfang jedes Trainings und jedes Kampfes die respektvolle Begrüßung durch Verbeugen, lernten die Kinder. Schnell wurde auch klar, dass Kickboxer vor allem diszipliniert, konditionsstark, geistig und körperlich fit sowie beweglich sein müssen.

Das bekamen die Mädchen und Jungen schon beim halbstündigen Aufwärmen mit Laufen, Springen und Dehnen zu spüren. "Profis machen wirklich drei Mal am Tag Gymnastik, sonst werden sie steif", erklärte Barakat, selbst sechsfacher Weltmeister verschiedener Verbände mit eigenem Studio in Euskirchen.

Er hat bereits rund 280 Kämpfe bestritten. Begleitet wurde er im OGS-Kursus von Remo Arns, Weltmeister 2012 der ISKA (International Sport Karate & Kickboxing Association), der bereits 33 Profikämpfe bestritten hat.

Warum das Kickboxen im Ferienprogramm auftauchte: Durch Kickbox-Training sollen Aggressionen abgebaut und die Persönlichkeit entwickelt werden, sodass die Sportler körperlichen Auseinandersetzungen außerhalb des Ringes aus dem Weg gehen.