Autobahn in Richtung Koblenz: Elf Verletzte bei Unfällen auf der A61

Autobahn in Richtung Koblenz : Elf Verletzte bei Unfällen auf der A61

Es war gemessen an der Zahl der Verletzten und der beschädigten Autos einer der größten Unfälle auf der A 61 in der Region in den vergangenen Jahren. Eine beteiligte Frau schwebt nach Auskunft der Autobahnpolizei Köln vom Sonntag noch in Lebensgefahr.

Wie der General-Anzeiger am Samstag berichtete, sind am Freitag bei zwei aufeinanderfolgenden Verkehrsunfällen auf der A 61 insgesamt elf Menschen verletzt worden, drei von ihnen so schwer, dass sie stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden mussten. Am Tag danach war ein genauerer Überblick möglich, Polizei und Feuerwehr zogen Bilanz: Eine 29-Jährige trug so gravierende Unfallfolgen davon, dass die behandelnden Ärzte Lebensgefahr nicht ausschließen konnten. Rettungskräfte und Notärzte kümmerten sich noch an der Unfallstelle um die Verletzten und brachten sie umgehend in umliegende Kliniken.

Gegen 19.50 Uhr war ein Niederländer (51) mit seinem Beifahrer (19) in einem Kleintransporter in Fahrtrichtung Koblenz unterwegs. Kurz vor dem Rastplatz Peppenhoven verlor der 51-Jährige aus bislang ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Peugeot geriet ins Schleudern, kollidierte mit der Schutzplanke und kam auf dem Überholstreifen zum Stillstand. Ein nachfolgender Pkw-Fahrer (58) konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf den Peugeot auf. Ein VW-Fahrer (26), der gemeinsam mit zwei Männern (33, 35) unterwegs war, wurde ebenfalls in den Unfall verwickelt.

Wenige Minuten später fuhr ein 34-Jähriger mit seinem Sattelzug auf die Unfallstelle zu. Nach derzeitigen Erkenntnissen bemerkte der Berufskraftfahrer das Stauende zu spät und fuhr auf den Volvo eines Düsseldorfers (30) auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 30-Jährige schwer verletzt, seine Beifahrerin (29) sogar lebensgefährlich. Anschließend kollidierte der Sattelzug mit einem weiteren Lkw (Fahrer 33) und einem Mercedes (Fahrer 41).

Neun Fahrzeuge wurden schwer beschädigt, die Autobahn Richtung Koblenz konnte erst am Samstagmorgen um 6.15 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Den Einsatz der etwa 50 Feuerwehrleute aus Swisttal und Rheinbach leitete der Swisttaler Gemeindebrandmeister Stefan Schumacher in enger Abstimmung mit seinem Rheinbacher Kollegen Laurenz Kreuser. Etwa eine Viertelstunde nach dem Alarm waren laut Schumacher die ersten Einsatzkräfte am Unfallort. Zu diesem Zeitpunkt hatte der aus Rheinbach gekommene Notarzt bereits mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen. Schumacher sagt, die Situation sei beim Eintreffen auch deshalb zunächst unübersichtlich gewesen, weil die beiden Unfallstellen etwa 800 Meter auseinanderlagen. So habe er zwischen beiden Einsatzorten mit dem Auto hin und her pendeln müssen. Für die insgesamt sechs Notärzte und die Sanitäter der elf Rettungswagen leuchteten die Feuerwehrleute die Fahrbahn aus. Später streuten sie ausgelaufenes Benzin und Öl ab. "Das Ganze hätte auch viel schlimmer ausgehen können", zog Einsatzleiter Stefan Schumacher gestern Bilanz

Die Polizei leitete den Verkehr aus Richtung Köln an der Ausfahrt Weilerswist von der A 61 ab. Über Metternich, Heimerzheim, Dünstekoven, Morenhoven und Rheinbach wurden der Verkehr dann zurück auf die Autobahn geführt. Diejenigen, die vor der Sperrung im bis zu zehn Kilometer langen Stau standen, mussten sich in Geduld üben. Sie konnten ihr Auto erst gegen 23.20 Uhr wenden und die Fahrt fortsetzen.

Gegen 4 Uhr hatten die Feuerwehrleute ihre Arbeit beendet. Gegen 6.15 Uhr gab die Polizei die Autobahn wieder für den verkehr frei. Auch gestern konnten die Kölner Beamten noch keine Angaben zur Höhe des Gesamtschadens machen.

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