Fidelia Wormersdorf: Eine musikalische Hommage an Legenden

Fidelia Wormersdorf : Eine musikalische Hommage an Legenden

Beim Jahreskonzert der Musikfreunde Fidelia Wormersdorf gab es Themen von Titanic bis Pinocchio zu hören.

Wer das Jahreskonzert der Fidelia Wormersdorf im Rheinbacher Stadttheater am Samstag mit geschlossenen Augen verfolgte, konnte sich viele bekannte Filmszenen vorstellen. Denn der musikalische Streifzug stand unter dem Motto "Legenden" und führte durch dramatische und poetische Geschichten. Dabei handelte es sich zum einen um legendäre, also berühmte Kompositionen, zum anderen um musikalische Erzählungen.

Legendär die von Fanfaren dominierte Eröffnung "The Olympic Spirit" von John Williams. Fidelia-Dirigent Stefan Klein erläuterte, dass der Komponist alle vier Jahre olympische Hymnen kreiert hat. Zugleich erzeugten die Bläser der Fidelia mit Pauken und Trompeten eine tönende Spannung, die den ganzen Abend über anhielt.

Das begann mit der Legende "The Mystery of Atlantis" von Michael Geisler, bei der Holzbläser wie Klarinetten zunächst einen stillen Morgen ausmalten, bevor die sagenumwobene Trauminsel im Strudel der Blechbläser versank. In Kindertage führte Alex Poelmanns Vertonung von Pinocchio.

Mit spielerischer Percussion skizzierten die Musiker die hölzerne Figur des Tischlers Antonio, dessen Abenteuer und schließlich die Erfüllung seines Traumes, ein "richtiger Junge" zu werden. Das war genauso märchenhaft wie die spannende Erzählweise des Orchesters.

Beim Porträt Charlie Chaplins setzten die Instrumentalisten das Trippeln des Schauspieler bravourös musikalisch um. Nach der Pause führte das Vororchester unter Leitung von David Witsch die Legendenbildung unter anderem mit dem Thema aus der Fernsehserie "Game of Thrones" fort.

Den Abschluss machte das Hauptorchester mit einem Medley unter dem Titel "God Save The Queen". (aed)