Offene Tür in Wormersdorf: Ein zweites "Live" für die Jugend

Offene Tür in Wormersdorf : Ein zweites "Live" für die Jugend

Seit Ende Februar das Angebot der Offenen Tür (OT) "Live.Wormersdorf" eröffnete, treffen sich durchschnittlich 25 Kinder und Jugendliche im Jugendraum der Obersakristei im Gebäude neben der Kirche. In Spitzenzeiten sind es auch schon mal 37 Kinder und Jugendliche. Dann wird es "knubbelig" im Raum. Doch zeigt es auch, dass der Bedarf groß ist.

In der OT sind alle Kinder und Jugendlichen willkommen, betont Sozialpädagoge Dominik Schüller. Dabei werden in der Offenen Jugendarbeit keine Themen vorgegeben, sondern geschaut, mit welchen Anregungen die Kinder und Jugendlichen kommen. Denn nach dem Prinzip der Partizipation können sie aktiv mitgestalten. Es wird gemeinsam gebastelt, gekocht, gespielt, gestaltet oder geredet.

Zur offiziellen Einweihung am vergangenen Donnerstag begrüßte Leiterin Sarah Hoffmann nicht nur viele junge Leute, sondern auch Vertreter des Seelsorgebereiches Meckenheim mit ihrer Kirchengemeinde Wormersdorf, die den Raum zur Verfügung stellt, der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Martin Rheinbach als Träger der OT, des städtischen Jugendamtes, der Ratsfraktionen und der Verwaltung. "Das ist nach Oberdrees schon die zweite Außenstelle des 'Live' Sankt Martin", sagte Dechant Hermann Josef Zeyen als Trägervertreter.

Das Ergebnis der Kooperation der beiden Seelsorgebereiche Meckenheim und Rheinbach sowie der Stadt Rheinbach zeige, dass man mit Vernetzung etwas bewegen kann. Bürgermeister Stefan Raetz erinnerte an den Beschluss des Jugendhilfeausschusses der Stadt Rheinbach im Jahr 2013, in den vier großen Ortsteilen Merzbach, Oberdrees, Wormersdorf und Flerzheim Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu etablieren. Nachdem Merzbach mit der Kinder- und Jugendinitiative Merzbach KJI als Träger sowie den beiden OT "Live" in Oberdrees und Wormersdorf mit der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Martin Rheinbach als Träger realisiert sind, sei man für Flerzheim noch auf der Suche nach geeigneten Räumen, so Raetz. Den Kindern und Jugendlichen wünschte er nicht nur viel Spaß, sondern auch, dass sie das, was ihnen die OT bietet, mit Respekt behandeln und pflegen.

Pfarrer Franz-Josef Steffl segnete die Räume und sagte: "Wenn es uns gelingt, dass die Kinder und Jugendlichen sich angenommen fühlen und Werte lernen, dann wirken wir daran mit, dass diese Werte in unserer Gesellschaft wachsen." Wormersdorfs Ortsvorsteher Günter Zavelberg erinnerte daran, dass in seiner Amtszeit etwa acht Jugendtreffs mit Beteiligung der Öffentlichkeit eingeweiht worden seien, später aber stillschweigend wieder hätten geschlossen werden müssen, weil "zu viel Schabernack getrieben" worden sei. Mit der jetzigen Trägerschaft sehe er die Einrichtung in guter Obhut und wünschte, dass sich die OT zu einer großen Gemeinschaft entwickele.

Das "Live.Wormersdorf" ist geöffnet für Kinder und Jugendliche von etwa sechs bis 18 Jahren donnerstags von 15 bis 20 Uhr, für Kinder bis zwölf Jahre bis 19 Uhr.

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