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Naturkindergarten Rheinbach: Ein Baumhaus verbindet beide Stockwerke

Naturkindergarten Rheinbach : Ein Baumhaus verbindet beide Stockwerke

Nicht nur die jungen Rheinbacher können sich schon jetzt auf den neuen Naturkindergarten im Wohngebiet am Blümlingspfad freuen. Für knapp 1,2 Millionen Euro bekommt die Stadt ein innovatives Gebäude, in dem insgesamt vier Gruppen untergebracht werden können.

Bei einem kleinen Festakt legte Bürgermeister Stefan Raetz jetzt den symbolischen Grundstein für die Hochbauarbeiten. Betreiber wird der Verein "Elterninitiative Naturkindergarten" sein.Die neue Einrichtung ist der nördliche Abschluss des Quartierplatzes im neuen Wohngebiet. Nach Süden schließt das Gebäude mit einer vorgelagerten Ganzglasfassade ab.

Der Kindergarten erhält zwei Geschosse, damit er sich den umliegenden Ein- und Mehrfamilienhäusern anpasst.Das Gebäude besticht durch einige Details: Ein Baumhaus soll zentral vom Erd- ins Obergeschoss ragen und als Dreh- und Angelpunkt für verschiedene Aktivitäten dienen. Ein Kletterturm führt zur Galerie im Obergeschoss, eine Rutsche wieder herunter. Um den Baum ist ein Sitzkreis arrangiert.

In einem Nebengebäude im Erdgeschoss befindet sich ein Gewächsraum für Pflanzen und Bäume. Hier können die "Waldwichtel" zudem ihre Mitbringsel abstellen und Holz bearbeiten.Hinter diesem neuen Naturkindergarten steht eine achtjährige Entwicklung: 1996 hatte sich eine Elterninitiative zur Errichtung eines Waldkindergartens gegründet. Im Oktober 1997 riefen sie eine erste anerkannte Spielgruppe mit 15 Kindern ins Leben.

Wegen der großen Nachfrage wurde im folgenden Jahr eine weitere Waldgruppe eröffnet. Mittlerweile strebt die Initiative in der Betreuung eine Mischform an: Unter dem Dach des neuen Hauses sollen sowohl Waldkindergartenkinder, als auch Gruppen der klassischen Kindergartenform unterkommen.Das Wohngebiet am Blümlingspfad ist der logische Standort für einen neuen, großen Kindergarten.

Schon bei der Aufstellung des Bebauungsplans im Jahr 1998 war "die Ansiedlung von jungen Familien und Kindern" als Ziel formuliert worden. Die Grundstücke wurden später auch vornehmlich an Familien mit vielen Kindern vergeben. Aufgrund des daraus resultierenden Bedarfs an Hortplätzen sagte der Rhein-Sieg-Kreis als Träger der öffentlichen Jugendarbeit entsprechende Fördermittel zu. Den Rest der Kosten decken Bund und Land, wobei jeweils ein kommunaler Eigenanteil anfällt.