Konzert in Rheinbach: Duo Fluances bringt Überraschendes mit

Konzert in Rheinbach : Duo Fluances bringt Überraschendes mit

Atemlose Stille herrschte am Samstagabend in der Gnadenkirche in Rheinbach. Fasziniert lauschten die Zuhörer dem "Duo Fluances" mit Anke Kreuz, Querflöte, und Achim Busch, Gitarre, die auf eindrucksvolle und eindringliche Art und Weise mehr oder weniger unbekannte Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts interpretierten.

Gleich zu Beginn zeigten die beiden Musiker mit "Mystical Uniting" von Peeter Vähi, ihre Liebe zu ungewöhnlicher Musik. Fernöstliche Klänge schwirrten mal meditativ, mal aufwühlend durch den Kirchenraum. Dabei wurde der weiche Ton der Altquerflöte, wie auch bei den folgenden Stücken, zu einem wahren Hörgenuss.

Einführende Worte der Musiker zu den einzelnen Werken und ihren Komponisten erleichterten das Verständnis. So auch bei Enrique Granados' drei Stücken aus den "Danzas Espanolas". Tänzerisch beschwingte, federleichte Läufe im Wechsel mit schwermütigen, orientalisch anmutenden Melodien kontrastierten mit rassischer spanischer Musik. Achim Busch ließ hier mit zurückhaltender Begleitung der Flöte allen Raum zur Entfaltung.

Musik zum Genießen und Träumen bot die "Petit Suite Médiévalle" von Francis Paul Demillac. Einschmeichelnd und beruhigend war auch "Bachianas Brasileiras No. 5" von Heitor Villa-Lobos. Zur Herausforderung für die Kunst des Zusammenspiels der beiden hervorragend aufeinander eingespielten Musiker wurden die Tänze des serbischen Komponisten Miroslav Tadic, der sich vor allem von der Musik Mazedoniens inspirieren lässt.

Das rasante Spiel der Instrumente ließ hier die Fröhlichkeit der Hochzeitsgäste beim sich steigernden Tanz vor das geistige Auge der Zuhörer treten. Fünfachtel- und Siebenachteltakt erhöhten dabei die eigentümliche Schönheit der Musik.

Für das virtuose, unangestrengte Zusammenspiel der Instrumente und das abwechslungsreiche, sehr reizvolle Programm gab es zu Recht viel herzlichen Beifall des begeisterten Publikums.

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