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Rheinbach Classics: Die erfolgreiche Zukunft liegt in den 50er Jahren

Rheinbach Classics : Die erfolgreiche Zukunft liegt in den 50er Jahren

Um Rheinbach als Einkaufsstadt weiterhin eine erfolgreiche Zukunft zu sichern, geht der Gewerbeverein in die Zeit der 50er Jahre zurück. Einstimmig bei fünf Enthaltungen sprachen sich die 57 anwesenden Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung dafür aus, in Rheinbach einen Markt im Stil der 50er und 60er Jahre zu unterstützen.

Heinz Haubrichs und Jens Hoffmeister haben mit sieben weiteren Mitgliedern eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die "Rheinbach Oldie Weekend" gegründet, um diese Veranstaltung voran zu treiben.

Die Protagonisten der Veranstaltung mit dem Arbeitsnamen "Rheinbach Classics" haben bereits konkrete Pläne für das Wochenende des 16. und 17. Juli. Auf dem Himmeroder Wall wird ein Markt installiert, auf dem 50 bis 100 Beschicker Möbel, Kleidung oder Schallplatten verkaufen. Auf drei Bühnen auf dem Lindenplatz erschallen alte Hits wie "Steig in das Traumboot der Liebe", gespielt von zehn Rheinbacher Oldie Bands. Mehr als 200 Oldtimer fahren im Korso durch die Stadt und parken am verkaufsoffenen Sonntag auf der Hauptstraße.

Haubrichs warb für das Projekt: "Sie werden ein Publikum bekommen, das sonst nicht kommen würde." Er plant die Premiere zur Dauerveranstaltung zu machen. Das Vorbild ist die Stadt Wettenberg, die mit ihrer Oldie-Schau seit 1994 Erfolge mit 60.000 Besuchern bei nur 8000 Einwohnern feiert. Diskutiert wurde auch die Absperrungsgrenze, denn es soll Eintritt erhoben werden. Die alten Stadtmauern gelten als Anhaltspunkt. Der Eintritt schmeckte nicht allen Mitgliedern. "Wir vergraulen die Kunden, wenn sie für einen verkaufsoffenen Sonntag zahlen müssen."

Der Beigeordnete Raffael Knauber plädierte dafür, das Ereignis in die Ferienzeit zu legen, da dort "tote Hose" sei. Schließlich bekommen die Kunden für zwei Euro viel geboten. Außerdem soll die Mark möglicherweise zeitgerecht wieder Zahlungsmittel werden. Zumindest könnte eine Wechselstube im Raiffeisenhaus eingerichtet werden.

Diskutiert wurden auf der Jahreshauptversammlung aber auch andere Fragen. Christian Fassbender wünscht Aufklärung darüber, welche Umsätze am Kirmessonntag verzeichnet werden beziehungsweise welche Mitglieder diesen Tag überhaupt verkaufsoffen wünschen. Ludwig Koch vom Vorstand appellierte zudem, das Bonuskartensystem "Cash in de Täsch" auszuweiten, am dem sich bislang 29 Mitglieder beteiligen.

Bis Ende Februar sollen durch eine Aktion insgesamt 2350 Karten im Umlauf sein. Bisher haben die am System beteiligten Geschäftsleute ihren Kartenkunden insgesamt 27.373 Euro Ermäßigung gewährt, das ist etwa ein Prozent des Gesamtumsatzes, rechnete Paul Nelles vor. Er kündigte zudem eine Sport- und Gesundheitsmesse im Jahr 2007 an, die abwechselnd mit der Baumesse organisiert werden soll. Die Verkaufsveranstaltung "3K" ist am 28./29. Oktober geplant.

Schließlich stellte Kassenwart Bernd Weber fest, dass der Bankbestand von 23.600 Euro auf rund 27.800 Euro anwuchs - trotz des Kaufs einer neuen Weihnachtsbeleuchtung vor dem Dreeser Tor.