Schulpolitik in Rheinbach: CDU und FDP lehnen Votum für Gesamtschule in Rheinbach ab

Schulpolitik in Rheinbach : CDU und FDP lehnen Votum für Gesamtschule in Rheinbach ab

192 Mädchen und Jungen haben sich für das nächste Schuljahr an der Gesamtschule Rheinbach angemeldet. Doch es gibt Probleme.

Die SPD in Rheinbach ist empört: Die neuesten Anmeldezahlen für die Rheinbacher Gesamtschule liegen vor. 192 Mädchen und Jungen haben sich für das nächste Schuljahr angemeldet. Diese Beliebtheit der Schule an der Villeneuver Straße hat aber auch eine Kehrseite: Wegen eines komplizierten Aufnahmeschlüssels können exakt 30 Kinder aus Rheinbach nicht aufgenommen werden.

Die auf Donnerstag, 1. März, vorgezogene Sitzung des Schulausschusses wird sich mit der Anmeldesituation an der Gesamtschule befassen. Dietmar Danz (SPD), Vorsitzender des Schulausschusses, ist in den vergangenen Tagen aktiv geworden, um im Vorgriff auf eine Ausschussentscheidung im Wege einer Dringlichkeitsentscheidung schon jetzt bei der Bezirksregierung Köln für den Einschulungsjahrgang 2018/2019 eine Mehrklasse für die Gesamtschule zu beantragen. „Bürgermeister Raetz wäre bereit gewesen, eine solche Entscheidung mit dem Ausschussvorsitzenden zu treffen“, sagte Danz dem GA.

Die Fraktionen von SPD, Grünen und UWG hätten diese Dringlichkeitsentscheidung mitgetragen, so Danz nach einem Treffen der fünf Fraktionsspitzen, welches eigentlich dem Thema Haushaltsplanung vorbehalten war. „Gescheitert ist der Versuch, vielen Rheinbacher Kindern schon jetzt einen Platz an der Gesamtschule zuzusagen, an der Verweigerungshaltung von CDU und FDP“, so Danz.

Hintergrund: CDU und FDP hatten eine Dringlichkeitsentscheidung abgelehnt, da sie keinen „Schuss aus der Hüfte“ wollten, wie FDP-Fraktionschef Karsten Logemann dem GA sagte. Bei dem kurzfristig einberufenen Treffen habe die Verwaltung etwa noch keine Auskünfte darüber geben können, welche finanziellen Folgen eine solche Entscheidung gehabt hätte, so Logemann.

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