Weihnachtsmarkt Rheinbach: Budenzauber in der Glasstadt

Weihnachtsmarkt Rheinbach : Budenzauber in der Glasstadt

60 Buden, Feuerstellen und ein vielfältiges Bühnenprogramm: Eine festliche Atmosphäre und ein stimmiges Angebot zeichnen den Rheinbacher Weihnachtsmarkt aus.

Die offenen Feuerstellen, die überall auf dem Weihnachtsmarkt in Rheinbach am Wochenende loderten, entfalteten erst bei Dunkelheit ihre romantische Wirkung. Aufzuwärmen brauchte sich indes kaum jemand bei den herrschenden Temperaturen. Und hätte es nicht auf der Hauptbühne vom winterlichen Singspiel der Integrativen Kindertagesstätte Rasselbande und des Malteser Seniorenheims bis zur weihnachtlichen Blasmusik mit Peter-Josef Weiler und seinen Musikanten so viel Weihnachtliches gegeben, hätte man sich auch auf einem mediterranen Markt fühlen können.

Das Angebot an den über 60 Buden war von gepflegter, regionaler Art. Alles wirke „so persönlich, ganz anders als im trubeligen Bonn“, fanden zwei Besucherinnen beim Plausch. Individuelle Letterings – Schriftzüge aus Holz – konnte man sich bei Johannes Alfter aus Bonn zuschneiden lassen. Das reichte vom „King of Grill“ bis zu „Petri Heil“. Filigraner ging es an den vielen Schmuck- und Dekoständen zu. Etwa bei Erika Morozaite. Die Künstlerin und Schmuckdesignerin aus Euskirchen-Kreuzweingarten bot zusammen mit Simon Kessel eigene Kreationen an: Ringe, Ketten, Anhänger, aber auch gerahmte abstrakte Gemälde in bunten Farben.

Die meisten Händler waren mit der Nachfrage zufrieden. So auch Brigitte Schumbera aus Todenfeld. „Zum bunten Pinselkleks“ hieß ihr Motto, unter dem sie handbemaltes Porzellan anbot. Ihr Publikum aus Rheinbach, aber auch Köln und Düsseldorf, bezeichnet sie als „immer gut“. Sogar Regenschirme kamen trotz Sonnenscheins gut an. Jennifer Rolef aus Rheinbach hatte in ihrem Qualitätssortiment einen Parapluie, der sich durch Tropfen bunt verfärbte, oder ein solides schwarzes Modell mit integriertem Spazierstock für die ältere Generation.

Schlemmer und Gourmets mussten die Gürtel weiter schnallen ob der Vielfalt des kulinarischen Angebots. Die Speisekarte verzeichnete deftige Wildspezialitäten bei Fleischermeister Schmidt aus Wormersdorf, raffinierte Leckereien wie „Pommes mit Trüffel-Majo“ oder „Kibbelinge mit Remouladensauce“ an der Waldhotel-Theke und zum Nachtisch Waffeln oder Kuchen. Obendrauf passten noch Ingwergebäck oder selbst gebrannte Mandeln von Sabrina und Philipp Berrenrath aus Remagen. Zum Abschluss ein Cappuccino am Coffee-Bike von Cem Temür oder ein Likörchen, gerne am Stand der Städtepartnerschaft Rheinbach-Deinze, wo Ulla und Walter Langer auch Punsch und andere heiße Verführungen kredenzten.

An der Bude des Lionsclubs war Bürgermeister Stafan Raetz drei Tage lang im Dauereinsatz am Glühweinkessel. Der Erlös war für die Jugendarbeit in Rheinbach und Meckenheim sowie die Togo-Hilfe bestimmt.

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