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Baustelle am Wilhelmsplatz: Baustelle mitten im Herzen von Rheinbach

Baustelle am Wilhelmsplatz : Baustelle mitten im Herzen von Rheinbach

Arbeiten am Wilhelmsplatz dauern länger. Der Gewerbeverein fürchtet Beeinträchtigung beim Frühlingsmarkt und während des verkaufsoffenen Sonntags.

Es ist wie ein Operation am offenen Verkehrsherzen der Stadt: Die Baustelle am Wilhelmsplatz im Rheinbacher Zentrum kostet nicht nur Autofahrern, Fußgängern, Radfahrern und Anwohnern Nerven. Wo sich die Haupt-, die Graben-, die Martinstraße und die Straße Vor dem Dreeser Tor treffen, ist derzeit nahezu ganztägig mit Staus zu rechnen. Und: Die Mitglieder des Rheinbacher Gewerbevereins ärgert, dass die Baustelle – entgegen der ursprünglichen Ankündigung – auch noch am Sonntag vorzufinden ist, wenn sich die Glasstadt für den Frühlingsmarkt und den verkaufsoffenen Sonntag herausputzt.

Hintergrund: Nachdem die Kanalsanierungsarbeiten am Wilhelmsplatz nach Angaben der Stadt Rheinbach termingerecht abgeschlossen worden sind, erfolge nun die Sanierung der Fahrbahnen im Auftrag des Landesbetriebs Straßenbau NRW. „Diese Maßnahme wurde wegen der starken Ausbildung von Spurrillen erforderlich“, erklärte Norbert Sauren, Sprecher der Stadt Rheinbach. Die Beschilderung bleibe bestehen, bis die Asphaltierung abgeschlossen ist.

Ebenso Bestand haben die eingerichteten Sperrungen an der Kreuzung – bis voraussichtlich Donnerstag, 14. April, wie Sauren sagte. Ab Montag, 11. April, müsse zusätzlich die Rechtsabbiegespur von der Straße Vor dem Dreeser Tor in die Martinstraße gesperrt werden. Die Asphaltierungsarbeiten würden so schnell wie möglich durchgeführt, versicherte der Stadtsprecher. Die Verwaltung bitte um Verständnis, dass die technisch vorgegebenen Fristen zum Auskühlen des Asphalts von mindestens 24 Stunden einzuhalten seien.

Um das Ambiente der vielen Frühlingsaktivitäten am Sonntag sorgt sich Günter Frank vom Gewerbeverein Rheinbach. Viele Mitglieder befürchteten, dass wegen der Baustelle weniger Besucher Lust aufs Flanieren haben, sagte Frank auf GA-Anfrage. Außerdem sei der Wilhelmsplatz in den vergangenen Jahren auch als Raum für die Aussteller genutzt werden. „Aber ändern können wir nichts“, so Frank. Dennoch wollten die Geschäftsleute die Besucher mit ihren Angeboten begeistern. Dem Eindruck mehrerer GA-Leser, dass es an der Baustelle wegen der provisorischen Ampeln vermehrt zu Unfällen kommt, widersprach ein Sprecher der Polizei auf GA-Anfrage. „Dazu ist uns nichts bekannt.“