Kritik am neuen Arbeitskreis: Ausbildungsmesse löst Streit in der Rheinbacher CDU aus

Kritik am neuen Arbeitskreis : Ausbildungsmesse löst Streit in der Rheinbacher CDU aus

Peter Lahl und Ulrich Sander kritisieren die Bildung des neuen Arbeitskreises zur Unterstützung der Rheinbacher Ausbildungsmesse. Diese würde zum Spielball parteitaktischer Überlegungen.

Peter Lahl und Ulrich Sander vom ehemaligen Arbeitskreis Ausbildungsplatzbörse/Ausbildungsmesse in Rheinbach sehen die von der CDU-Fraktionsvorsitzenden Silke Josten-Schneider initiierte Bildung eines neuen Arbeitskreises kritisch.

In einer Mitteilung reagieren sie auf die neue Konstellation: „Es machte sich bittere Enttäuschung breit, als man uns bei der Vorbereitung zur 20. Ausbildungsmesse signalisierte, dass unsere Mitarbeit nicht mehr gewünscht sei. Man brauche unsere Unterstützung nicht mehr. Damit endete bedauerlicher Weise eine über Jahre hin gedeihliche Zusammenarbeit. Wir zogen daraus die Konsequenz und lösten den Arbeitskreis am 6. August 2019 auf.“

Darauf habe Silke Josten-Schneider, die entgegen ihrer Behauptung nie Mitglied des Arbeitskreises gewesen sei, die Gründung eines neuen Orga-Teams unter ihrer Führung angekündigt. Dies habe sie mit einer notwendigen Neubesetzung eines Teams begründet. Dies werfe die Frage auf, so Lahl und Sander, ob die mit großem Einsatz der Mitglieder des Arbeitskreises entwickelte Ausbildungsmesse „zum Spielball parteitaktischer Überlegungen missbraucht wird. Dabei bedient man sich der Verdienste anderer und beansprucht Erfolge für sich, zu denen man bisher nichts beigetragen hat“.

Messe sei Erfolgsmodell

Trotz allem blicke man mit Stolz zurück auf die 19-jährige ehrenamtliche Tätigkeit zurück. Die Messe sei ein Erfolgsmodell, entstanden auf Anregung des ehemaligen CDU-Fraktionschefs Bernd Beißel. Um Peter Lahl, den damaligen Vorsitzenden und unter dessen Leitung, habe sich schnell ein engagiertes Team geschart. Es sei gelungen, die Ausbildungsplatzbörse aus eher bescheidenen Anfängen zu einer erfolgreichen Veranstaltung zu entwickeln. Über fast 20 Jahre sei viel Arbeit, jede Menge Herzblut und auch privates Geld in die Organisation dieser in der Region beispielhaften Veranstaltung gesteckt worden. Es wurden Kontakte zu Ausbildungsbetrieben in und um Rheinbach geknüpft und die Schulen eingebunden.

Lahl und Sander weiter: „Gerne erinnern wir uns an Zeiten, in denen wir bis in die Nacht an der Erstellung von Teilnehmerlisten, Platzzuweisungen oder dem Entwurf von Plakaten arbeiteten. Selbstverständlich legten wir selbst sowohl beim Aufbau als auch beim Abbau mit Hand an, wobei uns die Hausmeister der Hauptschule tatkräftig unterstützten. Während der Börse waren wir Ansprechpartner für die Aussteller.“

Das habe auch noch gegolten, als man die Börse unter ihrem neuen Namen Ausbildungsmesse in Kooperation mit der wfeg weiterentwickelt habe. Das Interesse der Ausbilder und die Besucherströme seien so stark angewachsen, dass der Arbeitskreis mit der Organisation an seine Grenzen gestoßen sei. In den Räumen der Firma Alliance habe die Messe dann einen professionellen und attraktiven Rahmen bekommen, der ihren Zuspruch nochmals gesteigert habe.

In harmonischer Zusammenarbeit mit den früheren wfeg-Geschäftsführern und -Mitarbeitern habe sich die Ausbildungsmesse zu einer Informationsbörse für Jungen und Mädchen aus der Region weit um Rheinbach entwickelt. An diesem Erfolg dürfe der Arbeitskreis einen bescheidenen Anteil reklamieren. Und abschließend: „Der Ausbildungsmesse wünschen wir – auch ohne uns – eine erfolgreiche Zukunft.“

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