Reihe von "Rheinbach liest": Auf der Lesewiese lässt es sich in Rheinbach bequem zuhören

Reihe von "Rheinbach liest" : Auf der Lesewiese lässt es sich in Rheinbach bequem zuhören

Ein Stück Kult: Die Vorlesereihe von „Rheinbach liest“ lockt nicht nur junge Zuhörer bis Sonntag, 26. August, in den Freizeitpark.

Der Eisgutscheine als Lockmittel zur Vorlesestunde für Kinder im Rheinbacher Stadtpark hätte es gar nicht bedurft, sagte Gerd Engel vom Verein „Rheinbach liest“ nach dem Auftakt der Lesereihe unter freiem Himmel. Das Angebot ist mittlerweile so gut eingeführt, dass sich allein zum Auftakt an die 30 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren von selbst einfanden und die gemütlichen Sitzkissen belegten.

Engel und Elke Dietrich-Rein, Direktorin der Gesamtschule Rheinbach, teilten die Neugierigen darum in zwei Altersgruppen auf und packten ihre Bücher aus. Dietrich-Rein las aus „Das kleine Känguru auf Abenteuer“ von Paul Maar für die Älteren vor. Manche hörten still und in sich gekehrt zu, andere hingen mit den Augen und Ohren gespannt und neugierig an ihren Lippen, und einige beschäftigten ihre Hände mit den herumliegenden Nadeln der Bäume auf der Lesewiese. Die Vorleserin zeigte auch die Bilder aus dem Buch herum. Manche der jungen Zuhörer streuten auch eigene Erlebnisse von zu Hause ein.

„Sehr gut“ fand Zuhörer Reza die Geschichte. Er hatte als Gewinner eines Eisgutscheins auch hinterher gut lachen. Benjamin sah das genauso. Vor allem die Springmaus, die in der Geschichte von ihrem Freund, dem Känguru auf ihrem Abenteuerausflug in einem Koffer über das Wasser gezogen wird, gefiel ihm. Am Ende verstanden Springmaus und Känguru den Wunsch der Mutter nach einem Strauß falsch und brachten einen leibhaftigen Vogel als Essensgast mit. Und dass der dann noch mal losdüste und einen Blumenstrauß pflückte, fand Benjamin eine „gute Idee“. Paul, der schon dreimal bei der Vorlesereihe im Freizeitpark war, wird wieder kommen, meinte er.

„Ab jetzt ist jeden Abend Lesewiese“

Gerd Engel las zwei kurze Geschichten für die Jüngeren vor: „Der kleine Bär und sechs weiße Mäuse“ und „Wo ist Mama“. Weil er bei einer früheren Vorlesungen einmal eine zu lange Geschichte gewählt hatte, wie er sagte, wusste Engel, dass es gut ist, angesichts wechselnder Aufmerksamkeitspegel flexibel zu sein. Mats und Alva, die Eisgutscheine gewonnen hatten, fanden bei seiner Geschichte am besten, dass sich der Bär als so schlau erwies. Ob sie wieder kommen? Alva sagte sogleich ja.

Die gefährliche Schlange, die die Mäuse fressen wollte, war für Hannah am eindrucksvollsten. Aber eigentlich fand sie alles schön an der Geschichte, wie ihre Mutter aus ihr herauslockte. Die Bücherkisten für junge Leser stehen von Frühling bis Herbst im Freizeitpark nahe der Minigolfanlage bereit. Hängematten und Stühle ebenfalls. Etwa zehn Freiwillige des Vereins „Rheinbach liest“ helfen bei der Serie, die noch bis Sonntag, 26. August, täglich läuft. „Ab jetzt ist jeden Abend Lesewiese“, versprach eine Mutter ihren Sprösslingen auf dem Nachhauseweg.

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