Rheinbacher Glasfachschule: Alumni-Preis für Design-Nachwuchs in Rheinbach

Rheinbacher Glasfachschule : Alumni-Preis für Design-Nachwuchs in Rheinbach

Die Rheinbacher Glasfachschule vergab zum ersten Mal einen Alumni-Preis für Design-Nachwuchs. Ehemalige Schüler hatten ihrer Kreativität unter dem Thema „Eigen-Arten“ freien Lauf gelassen und sich mit eigenen Wertvorstellungen auseinandergesetzt.

Ihre Bereitschaft für Innovation stellte die Rheinbacher Glasfachschule wieder einmal unter Beweis, als sie bei ihrem diesjährigen Tag der offenen Tür mit einer besonderen Preisverleihung aufwartete. Auf Initiative von Wolfgang Wittor, ehemaliger Lehrer der staatlichen Schule, wurde zum ersten Mal der Alumni-Preis für Design-Nachwuchs mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 1500 Euro ausgelobt. Ehemalige Schüler hatten ihrer Kreativität unter dem Thema „Eigen-Arten“ freien Lauf gelassen und sich mit eigenen Wertvorstellungen auseinandergesetzt.

Die Arbeiten der Illustratorin Siba Gasser und der Kommunikationsdesignerin Christina Reuter (beide zweiter Preis) wurden im Beisein von Bürgermeister Stefan Raetz und Schulleiter Walter Dernbach prämiert. Den Wettbewerb gewann Laura Moneke, die nach ihrem Designstudium als selbstständige Fotografin in Bonn arbeitet. „Wir wollten einen Impuls zur Toleranz und Identifikation geben“, erklärt Wittor die Motivation für die Ausschreibung des Preises. „Die jungen Leute sollen nicht nur kreativ sein, sondern sich auch Gedanken machen“, so der Di-plomdesigner, der die Rheinbacher Schüler 14 Jahre lang unter dem Motto „erst denken, dann gestalten“ anlernte.

Vielfältig war die Umsetzung des vorgegebenen Themas. Mit ihrem in blauen Farben gehaltenen Bild „Verbindende Eigenarten“ ruft Gasser dazu auf, Andersartigkeiten zu feiern und Vorurteile abzubauen. Digital gemalt wird ein sonderbarer Roboter gezeigt, der einen Lemur vor dem Regen schützt.

Reuter dagegen hat sich den zweiten Platz mit ihrer fiktiven Aufklärungskampagne „Die Anderen“ gesichert und ruft zur Toleranz für Menschen mit Downsyndrom auf. Provokant in der Darstellung regt die Arbeit der begabten, ehemaligen Schülerin, die in diesem Sommer ihr Designstudium erfolgreich abgeschlossen hat, mit der Botschaft „In Watte Packen behindert“ zum Nachdenken an.

Die Jury vollends überzeugt haben die Fotografien von Laura Moneke. Sie hat den Fokus auf das Leben in der kleinen Ortschaft Eulenberg bei Hennef – als einfacher Ort mitten in Europa – gerichtet und die 300 Einwohner über mehrere Monate begleitet. Moneke gibt in ihren Bildern das Zusammenleben auf dem Land und den friedlichen Umgang innerhalb der Gemeinschaft wieder, ohne die individuellen Lebensarten aus dem Blick zu verlieren. So könne Verständnis und Toleranz als Grundwert für Gemeinschaft verstanden werden, wie es in der Beschreibung der ausgezeichneten Arbeit heißt.

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