Kommentar zum Streit in der CDU Rheinbach: Alles andere als eine Union

Kommentar zum Streit in der CDU Rheinbach : Alles andere als eine Union

Am Dienstag kommen die Rheinbacher Christdemokraten im Schützenhaus zu ihrer Mitgliederversammlung zusammen. Es dürfte schwer werden, die beiden Lager in den Reihen der Partei zusammenzuführen, findet GA-Redakteur Mario Quadt.

Es ist mehr als unklar, wie die beiden Lager in der Rheinbacher CDU zur Einigkeit vergangener Tage zurückkehren wollen. Klar ist, dass die Christlich Demokratische Union in Rheinbach derzeit alles andere als eine Union darstellt, sondern dass es die CDU in zweierlei Gestalt gibt: Zum einen ist da die Fraktion unter Führung der „Gruppe der Neun“ festzustellen und andererseits der Stadtverbandsvorstand unter Führung der „Gruppe der Acht“.

Klar zu erkennen ist überdies, dass diese Spaltung Auswirkungen auf die gestaltende Kraft der Stadtratsfraktion hat. Nicht selten legen Mitglieder der CDU-Fraktion Bürgermeister Stefan Raetz (CDU) in jüngster Zeit Anträge vor, die gar nicht mit der übrigen Fraktion abgesprochen sind. Kuriosität des Streites ist, dass es bei dem Disput nie um inhaltliche Differenzen oder grundsätzliche Gegensätze etwa bei der Finanzpolitik, der Ansiedlung von Gewerbegebieten oder anderen wichtigen Themen geht. Vielmehr geht es um verletzte Eitelkeiten im Zusammenhang mit dem Abgang Bernd Beißels von der Fraktionsspitze und der Kür des Rheinbacher Landtagskandidaten, bei der Markus Pütz im Dezember 2016 gegen Silke Josten-Schneider gewann.

Zwei Jahre vor der nächsten Kommunal- und Bürgermeisterwahl müssen die Christdemokraten einen Weg finden, mit einer Stimme zu sprechen. Der Einsatz eines Schlichters hat da schon oft wahre Wunder bewirkt.

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