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Adolf-Kolping-Straße: Warum in Meckenheim Altglascontainer nicht geleert wurden

Adolf-Kolping-Straße : Warum in Meckenheim Altglascontainer nicht geleert wurden

Auf den Altglascontainern an der Adolf-Kolping-Straße in Meckenheim sammelten sich zuletzt die Flaschen. Die Stadt teilte nun mit, warum die Container nicht geleert wurden.

Das Bild, das sich vor kurzer Zeit an, genauer gesagt auf den Altglascontainern an der Adolf-Kolping-Straße in Meckenheim bot, war leicht verstörend: Geradezu „kunstvoll“ hatten offenbar Bürger eine ganze Batterie Flaschen unterschiedlichster Größe und Beschaffenheit auf den Containern entsorgt, einem großen Tresen gleich. Warum wurden die Flaschen nicht gleich in den Container geworfen, da wo sie eigentlich hingehörten?

Weil diese Entsorgungsbehältnisse an Kolping-Straße randvoll waren und nichts mehr in sie hinein passte. Laut der Container-Entleerungsfirma hatte es technische Probleme bei jenen Standorten gegeben, so wusste Stadtsprecherin Marion Lübbehüsen zu berichten, „die nur mit einem Dreiachser angefahren werden können“. Die betroffenen Container seien aber unverzüglich nachgeleert worden. Die Glascontainer würden grundsätzlich wöchentlich oder zweiwöchentlich geleert, je nach Standort und Frequentierung.

Die spannende Frage ist nun aber: Warum haben die vielen Menschen die Flaschen in dieser Situation nicht einfach ein Stück weiter an einer anderen Station mit Altglascontainern entsorgt? Daran herrscht nämlich in Meckenheim kein Mangel: Immerhin gibt es davon laut Stadtsprecherin Lübbehüsen 24 auf dem gesamten Stadtgebiet, die sich auch ganz praktisch auf der Homepage der Stadt ausfindig machen lassen unter der Adresse www.meckenheim.de.

Bequemlichkeit kann gefährlich sein

Die Antwort für das Verhalten, so dürfte man vermuten, hat damit zu tun, dass einer Reihe von Bürgern ein weiterer Weg zu einem der nächsten Standorte wohl zu mühselig und aufwendig war, vermutet man im Rathaus.

Dabei kann diese Bequemlichkeit gefährlich sein und schmerzhafte Folgen haben. Denn viele der achtlos auf den Glascontainern abgestellten Flaschen landen irgendwann auf den Boden. Die Scherben liegen dann oft auf dem Gehweg verteilt, wo sich Passanten, andere Benutzer der Abfallcontainer oder Hunde verletzten können.

Und teuer ist das Ganze auch noch. Um die Sauberkeit rund um die Meckenheimer Glascontainer kümmert sich eine von der Stadt beauftragte Reinigungsfirma, berichtet Marion Lübbehüsen. „Diese säubert die Standorte einmal in der Woche.“ Die Kosten beliefen sich auf rund 13 000 Euro pro Jahr, so die Sprecherin der Stadt.