Zwischen Heimerzheim und Metternich: Warten auf den Radweg in Heimerzheim geht weiter

Zwischen Heimerzheim und Metternich : Warten auf den Radweg in Heimerzheim geht weiter

Um die Lücke im Radnetz zu schließen, fehlt noch immer ein Radweg zwischen Swisttal-Heimerzheim und Weilerswist. Die Swisttaler SPD fühlt sich hingehalten und kritisiert die Bürgermeisterinnen Petra Kalkbrenner und Anne Horst.

Seit vielen Jahren setzen sich Politiker und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) für den 1200 Meter langen Radweg zwischen Heimerzheim und Metternich entlang der L163 ein. Vor mehr als einem Jahr hieß es aus dem für die Planung zuständigen Rathaus der Weilerswister Bürgermeisterin Anne Horst (parteilos), es seien nur noch Details zu klären.

Die Aufträge zum Bau sollten im Frühjahr 2018 ausgeschrieben werden. Auch die Swisttaler Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner (CDU) versprach damals, im Sommer 2018 gehe der Bau los. Jetzt, ein Jahr später, trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der SPD aus Swisttal und Weilerswist an der geplanten Strecke, um an diese Ankündigung zu erinnern. Denn das Projekt wurde erneut verschoben.

Seit vielen Jahren fordern Radler den Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Heimerzheim und dem Nachbarort Metternich, der zum Kreis Euskirchen gehört. Der geplante Radweg schließt an den vorhandenen Weg an, der von Heimerzheim entlang der Swist zur Burg Kriegshoven führt. Von der Einfahrt zur Burg soll der künftige Radweg etwa 300 Meter auf der linken Seite der L163 parallel zur Fahrbahn verlaufen, bevor er in die Felder abknickt und am Ortsrand von Metternich in die Frankenstraße mündet. Auf einem Radweg könnten Pendler etwa sicher zum Bahnhof Weilerswist gelangen.

Der Weilerswister Planungsamtsleiter Martin Reichwaldt sagte dem GA kürzlich, der Grunderwerb sei abgeschlossen. Die Planung werde jetzt noch mit Straßen NRW in Euskirchen abgestimmt.

Er hoffe, dass bald Baurecht bestehe und dann die Ausschreibung beginnen könne. Problem sei aber nicht die Bauzeit, sondern die Tatsache, dass fast alle Straßenbaufirmen total ausgelastet seien. Reichwaldt: „Derzeit bekommen wir keine Firma.“ Dennoch formuliert er das Ziel, dass der lang ersehnte Radweg im späten Frühjahr 2020 fertig sein soll. Die Gemeinde Weilerswist trägt nur die Planungskosten. Die Baukosten von etwa 600.000 Euro übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen.

„So geht es nicht. Die Beschlüsse sind gefasst, aber die beiden Bürgermeisterinnen setzen offenbar andere – falsche – Prioritäten und schieben die Umsetzung immer wieder auf. Die Bürgerinnen und Bürger fragen zu Recht: Wo bleibt der Radweg?“, kritisieren Tobias Leuning und Daniel Rudan (beide SPD), die SPD-Vorsitzenden von Swisttal und Weilerswist.

Tief enttäuscht ist der Heimerzheimer Ortsvorsteher Hermann Leuning (SPD), selbst passionierter Radfahrer und langjähriger Vorsitzender des ADFC Swisttal, von der erneuten Hiobsbotschaft: „Seit Jahren kämpfen wir für den Lückenschluss und werden immer wieder vertröstet. Zu einem vereinbarten Gespräch mit der Weilerswister Bürgermeisterin wurde ich ohne Angabe von Gründen kurzfristig wieder ausgeladen. Ich fühle mich hingehalten.“

Die Swisttaler Bürgermeisterin Kalkbrenner weist die Kritik zurück. Sie habe in der Vergangenheit häufig mit ihrer Weilerswister Kollegin Horst gesprochen und auf den Bau des Radwegs gedrängt.

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