Maßnahme gegen Temposünder: Warnbake am Altendorfer Ortseingang wird immer wieder umgefahren

Maßnahme gegen Temposünder : Warnbake am Altendorfer Ortseingang wird immer wieder umgefahren

Als geschwindigkeitsdämpfende Maßnahme ist die Fahrbahn am Ortseingang Altendorfs verengt. Eine weiß-rote Warnbake wird dort immer wieder umgefahren.

Maßnahmen, um regulierend in den Straßenverkehr eingreifen zu können, gibt es in großer Auswahl. Ampeln oder Zebrastreifen sollen ein sicheres Passieren von viel befahrenen Straßen ermöglichen und Fahrbahnverengungen zur Geschwindigkeitsreduzierung dienen. Auf den Verkehr, der aus Gelsdorf kommend auf der L 471 den Ortseingang Altendorfs erreicht, wird geschwindigkeitsdämpfend eingewirkt, indem die Fahrbahn auf eine Breite von rund 5,50 Meter verengt und dies mit entsprechender Beschilderung kenntlich gemacht wird. Den Nutzen dieser Maßnahme hinterfragt Tobias Strenger, der seit sechs Jahren in Altendorf lebt und wiederholt beobachtet hat, dass die weiß-rote Warnbake immer wieder umgefahren und aufgebaut worden ist.

"Um den Verkehr zu regulieren, gibt es doch andere Möglichkeiten als dieses auf Kosten der Steuerzahler", erzürnt sich Tobias Strenger und betont, dass ein Blitzer oder ein mit Farbe auf die Straße markierter Hinweis auf Tempo 50 deutlich effektiver und kostengünstiger sei. "Man kann froh sein, dass es offenbar noch keinen größeren Personenschaden gegeben hat. Aber die Leute fahren die Bake um, und die Allgemeinheit finanziert es", positioniert sich Strenger und berichtet, dass in den sechs Jahren, in denen er im Ort wohne, die Beschilderung mindestens sechsmal umgefahren und wieder aufgebaut worden sei. Den Nutzen an dieser Stelle stellt er grundsätzlich in Frage. "Das Ding steht direkt neben dem Ortsschild - jeder, der einen Führerschein besitzt, sollte wissen, dass ab da sowieso Tempo 50 gilt", sagt der 61-Jährige. Darüber hinaus sei Fußgängerverkehr an dieser Stelle so gut wie ausgeschlossen, lediglich ungeübte Fahrer würden das Tempo drosseln, Geübte dagegen würden die enge Stelle auch mit dem Risiko beschädigter Seitenspiegel mit überhöhter Geschwindigkeit passieren.

Für Lärmschutz sei ebenfalls nicht gesorgt, weil die Verkehrsteilnehmer abbremsen, um anschließend direkt wieder zu beschleunigen, so Strenger. Da die Beschilderung mittels Bake deutlich sichtbar sei und der Verkehrssicherheitspflicht diene, sieht die Stadt Meckenheim hier keinen Handlungsbedarf. "Die Restfahrbahnbreite von 5,50 Metern entspricht den Richtlinien. Es ist uns weder eine erhöhte Zahl von Unfällen noch von Geschwindigkeitsüberschreitungen bekannt", fasst Sabine Gummersbach von der Stadtverwaltung die Ergebnisse von Messungen aus dem Jahr 2018 zusammen. Daher sei im Haupt- und Finanzausschusses im September entschieden worden, keinerlei Veränderungen an der Situation vorzunehmen.

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