Herimerzheim: Umbau des Alten Klosters geht in der Schlussphase

Herimerzheim : Umbau des Alten Klosters geht in der Schlussphase

Die Katholische Jugendagentur und eine Tagespflege für neun Kinder ziehen in das frühere Klostergebäude in Heimerzheim. Der Umbau steht nun vor dem Abschluss.

In der kommenden Woche können die Katholische Jugendagentur (KJA) und die Großtagespflege in ihre künftigen Räume im Alten Kloster, um Malerarbeiten durchzuführen und sich einzurichten. Das erklärte Swisttals Beigeordneter Hans Dieter Wirtz in der jüngsten Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschusses (HFB). „Die beiden Nutzer können ihren Betrieb nach Ostern oder am 1. Mai aufnehmen“, kündigte Wirtz an.

Die Politiker im HFB stimmten rückwirkend der überplanmäßigen Bereitstellung von 50 000 Euro zu, die Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner und der stellvertretende Ausschussvorsitzende Hans Christian Wagner im Zuge einer Dringlichkeitsentscheidung vorab freigegeben hatten. Die Zusatzkosten waren entstanden durch nochmalige Änderungen an der zweiten Fluchttreppe in Höhe von rund 35 000 Euro, rund 5000 Euro Mehrkosten für Trockenbauarbeiten zum weiteren Brandschutz und rund 10 000 Euro für zusätzliche Handläufe.

Diese Änderungen hatte die Unfallkasse NRW gefordert. „Wenn wir die Dringlichkeitsentscheidung nicht getroffen hätten, wären wir aus dem Produktionsplan der Herstellerfirma rausgefallen“, sagte die Bürgermeisterin. Ohne die schnelle Beauftragung des Nachtrags hätte die Treppe dann nicht zum vereinbarten Zeitpunkt am 29. März eingebaut werden können, und alles hätte sich auf nicht absehbare Zeit weiter verzögert. „Die Treppe ist jetzt aber da“, sagte der Beigeordnete, der sich vor Ort davon überzeugt hatte.

Wie berichtet, wird die KJA als Trägerin der Jugendarbeit im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss des Anbaus über Jugendbetreuung hinaus eine interkulturelle integrative Begegnungsstätte einrichten und Flüchtlinge und Migranten verstärkt einbeziehen. Für diese integrative Begegnungsstätte waren im Alten Kloster umfangreiche Umbauten notwendig, um die Barrierefreiheit auf allen Etagen und entsprechend barrierefreie Sanitäranlagen herzustellen.

Durch einen außen liegenden Aufzugs auf der Grünfläche sollen auch die oberen Etagen barrierefrei erreichbar sein. Das zweite Obergeschoss ist für eine Großtagespflege für neun Kinder vorgesehen, die eigentlich schon zum Jahresbeginn ihre Arbeit hätte aufnehmen sollen. Die Eröffnung hatte aber wegen Verzögerungen bei den Bauarbeiten auf den 1. April verschoben werden müssen. Angesichts des dringenden Bedarfs an Betreuungsplätzen für Kinder sei eine weitere Verschiebung nicht hinnehmbar gewesen, so die Gemeindeverwaltung.