Wechsel: Standarte wechselt in der Pfarrkirche in Ersdorf

Wechsel : Standarte wechselt in der Pfarrkirche in Ersdorf

Zum Abschied gab es viel Lob und Ehre für die ehemalige Diözesankönigin Helga Klein und ihren Mann Christian. Es steht ein Standartenwechsel in der Pfarrkirche in Ersdorf an.

Feierliche Übergabe bei den Schützenbruderschaften des Diözesanverbandes Köln: Die Standarte wechselte in der Pfarrkirche St. Jakobus des Älteren in Ersdorf von der Schützenbruderschaft St. Sebastianus Ersdorf-Altendorf an die St. Hubertus Schützenbruderschaft 1876 Köln-Fühlingen. Rund 200 Gäste saßen anschließend gemütlich in der Schützenhalle in Altendorf zusammen.

Mit nur 31 Mitgliedern, davon zwölf Kinder und Jugendliche, gehört die Bruderschaft im Meckenheimer Doppelort zu den kleineren Vereinen. "Der Zusammenhalt ist einfach toll. Alle packen mit an. Sonst könnten wir solch eine Veranstaltung nicht stemmen", freute sich denn auch Christian Klein.

Die Ersdorfer Bruderschaft war Ausrichter der Festivitäten rund um die feierliche Standartenübergabe, weil ihre Schützin Helga Klein und deren Mann Christian Diözesankönigin und Prinzgemahl des Verbandes waren. Das Paar wurde gebührend verabschiedet und ihre Nachfolger Andreas Zündorf und Yvonne Treml übernahmen das Zepter.

Ein wehmütiger Moment

Für die 38-jährige Helga Klein war es ein wehmütiger Moment. "Es war ein super- schönes Jahr mit vielen Erlebnissen. Wir haben insgesamt 85 Termine wahrgenommen und sind mehr als 5000 Kilometer gefahren. Das war schon anstrengend, und dafür mussten unsere drei Kinder zurückstehen. Deshalb ist es jetzt ganz gut, dass die Amtszeit zu Ende ist und wir wieder ein einigermaßen normales Familienleben führen können."

Gerührt war Helga Klein über die überraschenden Ehrungen, die die Vorstände des Diözesanverbandes Köln und der Schützenjugend im Erzbistum Köln für die Altendorferin im Gepäck hatten: Das Paar wurde für sein vielfältiges Engagement während seiner Amtszeit mit der Christoph Bernhard Graf von Galen-Plakette geehrt. "Ihr habt den Bogen von der Jugend zu den Älteren gespannt und trotz der erschwerten Rahmenbedingungen als junge Familie das Amt in besonderem Maße ausgefüllt", lobte Diözesanbundesmeister Wolfgang Kuck.

Eine weitere Würdigung hatte der Vorstand der Schützenjugend für die scheidende Diözesankönigin mit dem erst kürzlich eingerichteten "Thomas-Köhler-Preis" in petto. Die Medaille erinnert an den im vergangenen Jahr im Alter von 54 Jahren verstorbenen ehemaligen Diözesanjungschützenmeister und Förderer der Jugend. "Mit diesem Preis werden künftig Menschen ausgezeichnet, die - im Sinne von Thomas Köhler - der Jugend ein Freund sind", sagte Diözesanjungschützenmeister Michael Doppelfeld.

Seit Jahrzehnten aktiv

Die Kriterien träfen in besonderem Maße auf Helga und Christian Klein zu, die seit Jahrzehnten in und für die Jugend aktiv seien. Auch in ihrem Regentenjahr stellten sie die Jugend unter dem Motto "Jugend bewegt uns" in den Mittelpunkt ihres Handelns und sammelten 2915 Euro für die Schützenjugend des Verbands.

Das Engagement des Ehepaares lobte auch Bürgermeister Bert Spilles vor dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Meckenheim. "Sie engagieren sich ganz besonders in der Jugendarbeit in Altendorf-Ersdorf. Solche ehrenamtlichen Aktivitäten brauchen wir. Dafür sage ich ganz herzlich danke." Als Ex-Diözesankönigin beteiligte sich Helga Klein auch am Schießwettbewerb der ehemaligen Majestäten und belegte unter 13 Teilnehmern den fünften Platz.

Der Sieg und damit die "Wanderkette" ging an Ferdi Lohmüller aus Rheinbach (30 Ringe). Den zweiten Platz und damit den "Wanderpokal" nahm Walter Honerbach, ebenfalls aus Rheinbach, mit nach Hause.

Mehr von GA BONN