Ex-Bundesligaprofis trainieren mit Schülern: Sportstunde mit prominenten „Lehrern“

Ex-Bundesligaprofis trainieren mit Schülern : Sportstunde mit prominenten „Lehrern“

"Fit durch die Schule" heißt eine Aktion des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Schule und Weiterbildung und der AOK Rheinland/Hamburg, bei der prominente Sportler mit Schülern eine Trainingseinheit absolvieren. In den Genuss, mit zwei Ex-Bundesligaprofis zu trainieren, kamen die Fünftklässler der Georg-von-Boeselager-Sekundarschule.

Zum Sport gehört Disziplin. Dass sie über diese Voraussetzung verfügen, bewiesen die Schülerinnen und Schüler der 5a, als sie geduldig in den Umkleiden warteten, bis ihre Sportlehrer Karin Merkel und Jan Briel sie abholten und in die Sporthalle führten. Immer paarweise hintereinander, ohne Rennen, Gedränge oder Geschubse. Dabei waren sie eigentlich ganz schön aufgeregt, denn in der Halle warteten zwei besondere Trainer auf sie: die beiden Ex-Fußball-Profis der Bundesliga, Michael Klinkert (FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach) und Marcel Witeczek (FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach).

Die Georg-von-Boeselager-Sekundarschule war ausgewählt worden für dieses Training im Rahmen der Aktion „Fit durch die Schule“, einer gemeinsamen Initiative des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Schule und Weiterbildung und der AOK Rheinland/Hamburg, wie der AOK-Fachberater Schule, Eckehard Manke, erläuterte. So kamen alle drei fünften Klassen der Sekundarschule in den Genuss dieses besonderen Trainings.

Den Anfang machte die 5a, die zugleich erste Sportprofilklasse der Georg-von-Boeselager-Schule. Das Sportprofil hat mit diesem Schuljahr nach den Sommerferien begonnen. Die Kinder mussten für die Aufnahme in die Sportklasse eine Sportprüfung machen, wie Tutorin Merkel erläuterte. Dabei sei es um Koordination, Ausdauer und Schwimmen gegangen, aber auch darum, wie schnell sie etwas Neues lernen.

Beim Training mit den Ex-Bundesliga-Profis Klinkert und Witeczek hieß es erst einmal Aufwärmen mit Kreislaufen, Arme schwingen, Sidesteps und Rückwärtslaufen. Dann eine Runde einlaufen, eine Runde „volles Rohr“, eine Runde auslaufen. Schon ging es um Koordination beim „Hand-Kopf-Ball“. Denn wenn Witeczek das Kommando „Hand“ gab, bedeutete dies genau das Gegenteil: der Angespielte musste dann den Ball mit dem Kopf zurückkicken, beim Kommando „Kopf“ mit der Hand fangen. Wer sich da verhaspelte, lief eine Runde um die im Kreis stehenden Mitschüler und hatte weitere Versuche, bei denen es dann besser klappte. Vielleicht auch, weil Witeczek den Ehrgeiz der Jungen augenzwinkernd anstachelte mit der Feststellung: „Die Mädels machen das ein bisschen besser. Wie kann das sein?“ Aufgebaut hatten die Ex-Profis auch eine Messanlage für die Schussgeschwindigkeit. Jedes Kind erhielt eine Urkunde und auch ein Foto fürs Familienalbum.

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