Ins Wartezimmer gefahren: Seniorin starb nicht an Folgen des "Praxisunfalls" in Meckenheim

Ins Wartezimmer gefahren : Seniorin starb nicht an Folgen des "Praxisunfalls" in Meckenheim

Die 80 Jahre alte Frau, die in Meckenheim mit ihrem Kleinwagen in das Wartezimmer einer Arztpraxis gefahren ist, ist nicht an den direkten Unfallfolgen gestorben. Das haben Ermittlungen der Polizei ergeben.

Ende April war eine 80-jährige Frau in eine Arztpraxis an der Ecke Klosterstraße/Tombergstraße in Meckenheim gefahren, weil sie möglicherweise beim Ausparken Gas und Bremse sowie Vorwärts- und Rückwärtsgang verwechselt hatte. Der Wagen kam erst in der Wand des Wartezimmers zum Stehen. Bei dem Unfall wurde die Frau nur leicht verletzt. Eine Woche später starb sie.

Daraufhin leitete die Polizei Ermittlungen ein, um zu prüfen, ob zwischen dem Unfall und dem Tod der Frau ein kausaler Zusammenhang bestehen könnte. „Dies ist nicht der Fall. Unsere Ermittlungen haben ergeben, dass kein Zusammenhang zwischen dem Unfall und dem Tod besteht“, sagte Polizeisprecher Simon Rott jetzt auf Anfrage des GA.

Die Praxis von Internist Carsten Kretz und seinen Partnern Maxim Schlak und Eva Henneken ist vorübergehend an die Klosterstraße 52 umgezogen. Dort praktizierten schon Vater und Großvater des Arztes. Die Renovierungsarbeiten am beschädigten Praxisgebäude gehen zügig voran. Kretz rechnet damit, dass er und seine Kollegen dort Ende Juni wieder ihre Patienten behandeln können.

Mehr von GA BONN