Schulübergreifendes Projekt: Präventives Training gegen Mobbing in Meckenheim

Schulübergreifendes Projekt : Präventives Training gegen Mobbing in Meckenheim

Die Kreissparkasse spendet 2000 Euro für spezielles und präventives Training auf dem Meckenheimer Schulcampus. Schulen führen das Training seit acht Jahren regelmäßig in den siebten Klassen durch.

Nachhaltigkeit muss nicht immer etwas mit Ackerbau und Viehzucht zu tun haben. Nachhaltig investieren kann man auch in ein gutes Konzept zur Gewaltprävention, das jungen Menschen und der Gesellschaft zugute kommt. Ein solches Engagement gibt es mit dem Coolness-Training seit etwa acht Jahren in der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Meckenheim, allen Schulen am Schulcampus und den Jugendhilfeeinrichtungen. Dieses erfolgreiche Projekt förderte nun die Kreissparkasse Köln am Standort Meckenheim mit einer Spende von 2000 Euro.

„Wir arbeiten hier in Meckenheim, und es ist uns auch wichtig, was hier mit den Menschen passiert“, sagte der Filialdirektor der Kreissparkasse am neuen Markt, Patrick Hupperich. Er findet, dass jeder Euro in diesem Projekt gut investiert ist. „Der Vortrag von Herrn Krämer hat die Zusammenhänge und die Möglichkeiten, etwas zu tun, sehr packend vermittelt“, stimmte Regionaldirektorin der Kreissparkasse Köln für Meckenheim, Sonja Schallenberg, zu. Sie habe problemlos die Erläuterungen auch auf Konfliktsituationen im beruflichen Alltag übertragen können. „So gesehen profitieren wir alle davon, weil diese Menschen mit dieser Ausbildung ein Teil unserer Gesellschaft sind und positiv wirken können.“ „Wir sind dankbar, dass wir mit Hilfe der Spende weitere Trainer ausbilden können“, bedankte sich Schulleiter Peter Hauck im Namen aller Beteiligten.

Das Projekt setzt schulübergreifend auf dem Campus verpflichtend in allen der insgesamt neun siebten Klassen an. Die Jugendlichen erhalten von speziellen Trainern, geschultem Personal, Sozialarbeitern und besonders ausgebildeten Lehrern ein 20-stündiges Coolness-Training. Nicht nur die Konfrontation mit körperlicher Gewalt sei Thema, erklärte Ulrich Krämer von Krämer Trainings. „Gewalt hat viele Facetten. Es geht um physische Gewalt, um Mobbing, verbale oder unterschwellige Gewalt.“ In allen Facetten konzentrierte man sich nicht nur auf Täter, sondern auch auf die Opfer von Gewalt. Bereits im Vorfeld Grenzen aufzeigen sei oft der Schlüssel, um Gewalt zu verhindern.

„Für mich ist Meckenheim ein Vorzeigeprojekt“, sagte Ulrich Krämer bei der Spendenübergabe. Seit 18 Jahren biete er diese Trainings bundesweit an. „Oft kommen in Schulen, Städten und Gemeinden Ideen zur Gewaltprävention auf. Dann halten wir Vorträge, führen ein oder zwei Trainings durch, und dann versandet die Idee wieder“, berichtet er von seinen Erfahrungen. In Meckenheim hingegen bliebe man seit acht Jahren kontinuierlich am Ball. Weil die Trainings klar auf Gewaltprävention zielen und die Stadt seit etwa 2008 viele Maßnahmen in der Jugendarbeit umsetze, könne man keinen bestimmten Prozentsatz in einer Ergebnisstatistik präsentieren, so Andreas Jung, Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe der Stadt Meckenheim. Sehr deutlich sei allerdings, dass man in Meckenheim heute erheblich weniger Gewaltdelikte und Vandalismus verzeichne als vor zehn Jahren.

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