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Kirche Johannes der Täufe: Orgel feierlich neu eingesegnet

Kirche Johannes der Täufe : Orgel feierlich neu eingesegnet

Das Klangspektrum des Instruments ist nach der Grundrenovierung deutlich erweitert.

Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde am Sonntag die von Grund auf renovierte Orgel in Johannes der Täufer neu eingesegnet. Im Zeitraum von Januar bis April wurden sämtliche Pfeifen ausgebaut, gereinigt und beim Wiedereinsetzen klanglich optimiert.

Die Elektrik wurde auf den neuesten Stand gebracht und die Ansteuerung der einzelnen Register wurde erneuert, was die klanglichen Variationsmöglichkeiten deutlich erweitert.

Insgesamt können nun statt bisher 2000 bis zu 5000 Klangkombinationen gespeichert werden. Dies macht es möglich, ganz neue Werke der Orgelliteratur hinsichtlich Klangfarbe und Dynamik zu spielen. Dass sich die Investitionen von rund 55.000 Euro gelohnt haben, davon konnten sich die Kirchenbesucher selbst ein Bild machen.

Der Psalm 150 beschreibt die Instrumente Posaune, Harfe, Leier, Trommel, Zimbel und Flöten, welche zum Lobpreis Gottes ertönen. Ganz leise spielte Kantor Bernhard Blitsch die einzelnen Instrumente auf der Orgel an, aber sehr gut vernehmbar. Kirchenmusik verbindet Himmel und Erde, das war auch der Tenor der Predigt von Pfarrer Franz-Josef Steffl.

Er verwies darauf, dass die Kirchenmusik ein Abbild des Reiches Gottes darstelle und die Wiedereinsegnung der Orgel hervorragend in die Meckenheimer Kulturwoche sowie die Kirchenmusikwoche des Erzbistums Köln passe. Die Orgel sei die Königin der Instrumente, so Pfarrer Steffl in seinen weiteren Ausführungen, sie könne ein ganzes Orchester ersetzen und zeige Zusammenhänge auf, welche der Betrachter im Reich Gottes finden könne.

"Die Vielfalt der Pfeifen und Klänge, sie sind auch ein Synonym für die Vielfalt der Gläubigen." Der Dank des Pfarrers galt dabei allen, die Kirchenmusik in Meckenheim erlebbar machten, darunter auch den Kirchenchören Ersdorf-Altendorf, Meckenheim und Merl sowie dem Chor Cantica Nova aus Wormersdorf, die gemeinsam den feierlichen Gottesdienst mitgestaltet hatten.