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Meckenheimer Bahnhof: Neues Leben für den alten Bahnhof

Meckenheimer Bahnhof : Neues Leben für den alten Bahnhof

Jens Pfannkuch, Betreiber des Rheinbacher Waldhotels, plant den Gastronomiebetrieb "Stellwerk" im Meckenheimer Bahnhof. 2010 hatte die Stadt den Bahnhof von der Bahn erworben.

In den alten Meckenheimer Bahnhof zieht bald neues Leben ein. Unter dem Projektnamen „Stellwerk“ will Jens Pfannkuch, Betreiber des Rheinbacher Waldhotels, mit einem Gastronomiebetrieb dort einen neuen Mittelpunkt in Meckenheims Altstadt schaffen und mit Steaks, Burgern und gutbürgerlicher Küche sowie Cocktails und Bier einen kommunikativen Treffpunkt für Jung und Alt schaffen.

Das Konzept sei gemeinsam mit dem Rheinbacher Investor entwickelt worden, der bereits Ende September den Kauf des denkmalgeschützten historischen Gebäudes von der Stadt Meckenheim vertraglich besiegelt hat, aber nicht namentlich genannt werden möchte. Der Kaufpreis habe bei der Veräußerung des Gründerzeitbaus nur eine untergeordnete Rolle gespielt, hat Bürgermeister Bert Spilles am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Stadtverwaltung mit Pfannkuch und dem beauftragten Architekten Bernd Mühlenbock betont. Entscheidend sei das Konzept gewesen.

Um die Zukunft des Bahnhofs mit seiner zentralen und verkehrsgünstigen Lage zwischen dem Neubaugebiet Sonnenseite und der Altstadt in der Hand zu haben, habe die Stadt ihn 2010 von der Bahn erworben, erläuterte Spilles. Rat und Verwaltung hatten sich eine Belebung durch Gastronomie gewünscht. Es seien hohe Investitionen vonnöten, um den alten Bahnhof für seinen neuen Zweck herzurichten, betonte der Bürgermeister.

Da das Platzangebot für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht ausreiche, soll der Ziegelsteinbau durch einen modernen, 140 Quadratmeter großen Glaspavillon an der Straßenseite erweitert werden und dann insgesamt Platz für etwa 150 Gäste bieten. Das Kellergewölbe soll nicht genutzt werden, allenfalls als Lager dienen, erläuterten Pfannkuch und Architekt Mühlenbock, die bereits die Genehmigung der Denkmalschutzbehörden für den geplanten Umbau eingeholt haben. Im Inneren des Bahnhofgebäudes werde zurzeit schon gearbeitet, Einbauten und Zwischendecken aus den letzten Jahrzehnten entfernt, um den ursprünglichen Zustand mit hohen Decken und Rundbogenfenstern wieder herzustellen. Unter dem Vordach an der Nordseite Richtung Gleise kann zukünftig Außengastronomie stattfinden.

Nach den aktuellen Plänen soll der Gastronomiebetrieb im Bahnhof Anfang 2018 an den Start gehen. Ein Jahr Umbauzeit ist kalkuliert. Die aktuelle Ausschreibung war bereits der zweite Versuch zur Vermarktung des Bahnhofsgebäudes. Ein erster Investor, der ein Brauhaus im Bahnhof hatte betreiben wollen, war wieder abgesprungen. Derzeit noch im Gange sind die Arbeiten an der Personenunterführung unter den Gleisen. Die Bahn halte weiterhin ihren Zeitplan aufrecht, im Dezember die Unterführung öffnen und im nächsten Jahr die Arbeiten abschließen zu können, sagte Spilles.