Seniorenpolitik in Meckenheim: Neuer Geschäftsführer ist erst 27 Jahre alt

Seniorenpolitik in Meckenheim : Neuer Geschäftsführer ist erst 27 Jahre alt

Die Meckenheimer Senioren-Union hat einen neuen Vorstand. André Anders führt die Bücher für den neuen Vorsitzenden Leonhard Müller.

Vor etwa zweieinhalb Jahren waren sie angetreten, um den Fortbestand der Senioren-Union (SU) Meckenheim zu sichern. Eigentlich war die Interimslösung nur für sechs Monate geplant. Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag in Krümmels Restaurant konnte das Vorstandsteam rund um Erika Meyer zu Drewer nun den Staffelstab an einen neuen Vorstand weitergeben.

Zum neuen Vorsitzenden wählten die 24 anwesenden Mitglieder der Senioren-Union Leonhard Müller. Der 73 Jahre alte Rentner ist auch stellvertretender Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes. Müller ist verheiratet, hat drei Kinder und drei Enkel und lebt seit 1976 in Meckenheim. Zu seiner Stellvertreterin wurde Irene Krüger gewählt.

Die Geschäftsführung hat André Anders übernommen. Anders ist zwar erst 27 Jahre alt und hat auch die Geschäftsführung der Jungen Union Rhein-Sieg inne, ist aber als nicht mehr erwerbsfähiger Rentner auch Mitglied der SU und bekam von den Anwesenden viel Applaus dafür, dass er „Brücken über die Generationen baue“, wie es SU-Kreisvorsitzender Wilhelm Gunkel formulierte. Schatzmeister wurde Udo Peetz. Beisitzer wurden CDU-Ratsherr Rainer Friedrich und der sachkundige Bürger der CDU Joachim Krüger.

Aus dem alten Vorstand erklärte sich spontan Beatrice Knauf bereit, weiterhin Beisitzerin zu sein. Viel Anerkennung gab es für den scheidenden Vorstand, insbesondere für dessen Vorsitzende Erika Meyer zu Drewer. Es sei vor allem ihr Verdienst, dass die Mitglieder der SU treu geblieben seien, erklärte der ehemalige Geschäftsführer Ralf Reimer auch für seine Vorstandskollegen Hermann Brück, Katharina Pruß, Beatrice Knauf und Raimund Schink.

Beeindruckt von der Tatkraft und dem politischen Engagement der 85-Jährigen zeigte sich die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Katja Kroeger. „Wir sind stolz, Sie als Parteimitglied zu haben“, sagte sie und betonte: „Ihr Wirken hat in Meckenheim viele Spuren hinterlassen.“ Als Beispiele nannte Kroeger unter anderem die Gründung des Kinderbildungswerks und Meyer zu Drewers Initiative „Warme Mahlzeit für Kinder“. Auch sei Meyer zu Drewer Gründungsmitglied des TST Merl und des Freiwilligenzentrum OASE.

Erika Meyer zu Drewer sei Trägerin des Ehrenrings sowie der Ehrennadel und Ehrenbürgerin der Stadt Meckenheim. Zudem sei sie mit dem Bundeskreuz am Bande und dem Verdienstorden 1. Klasse der Bundesrepublik ausgezeichnet worden.

Danke sagte auch Bürgermeister Bert Spilles. In Meckenheim stellten die Senioren eine große Zahl der Bevölkerung. Daher sei es wichtig, auch in diesem Bereich politisch gut aufgestellt zu sein. „Sie sind unser Sprachrohr für die Bedürfnisse der älteren Menschen in unserer Stadt“, erklärte Spilles. Mit Hilfe des scheidenden Vorstands sei es gelungen, eine schwierige Zeit zu überbrücken, betonte auch SU-Kreisvorsitzender Gunkel. Meyer zu Drewer erinnerte in ihrem Vorstandsbericht vor allem an zahlreiche interessante Vorträge und gemeinsame Ausflüge.

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