Zwei Künstlerinnen: Neue Kunstausstellung im Lindenhof Meckenheim

Zwei Künstlerinnen : Neue Kunstausstellung im Lindenhof Meckenheim

Zwei Künstlerinnen, eine Ausstellung: Malerei, Plastiken und Skulpturen sind ab Freitag im Meckenheimer Lindenhof zu sehen. Dann geben Martha Barduhn und Annette Bröcker einen Überblick über ihr Schaffen.

Mal etwas anderes hatte es sein sollen, etwas mit einem außergewöhnlichen Flair. Mal kein öffentliches Gebäude, aber auch keine Galerie. Das hatten sich die beiden Künstlerinnen Martha Barduhn und Annette Bröcker gedacht. So waren ihnen der Innenhof und die Scheune von Dieter Linden in den Sinn gekommen. Der ehemalige Landwirt und Kunstinteressierte hatte sofort zugesagt. Schon an diesem Freitag, 24. August, findet ab 18 Uhr die Vernissage zu „Kunst im Lindenhof“ an der Klosterstraße 64 statt.

Zur Eröffnung hat sich Bürgermeister Bert Spilles angekündigt. Eine Einführung spricht Jeannine Gebauer, Magistra der Theologie. Das Studio Ensemble Ville wird die Ausstellungseröffnung musikalisch begleiten.

Beide Künstlerinnen leben seit vielen Jahren in Meckenheim und genießen das Potenzial der örtlichen Kunstszene. Bei der Ausstellung „Schlussstein“ anlässlich des Tages der offenen Tür im Rathaus hatten sie erstmals an derselben Ausstellung teilgenommen. Die Präsentationen zur „Narrenfreiheit“ zum 150. Geburtstag der Stadtsoldaten boten ihnen die Gelegenheit, sich und ihre Arbeiten näher kennenzulernen. Schnell entstand der Gedanke einer gemeinsamen Ausstellung.

Abstrakte und freie Nuancen

Barduhn begann 1999, Bildhauerei zu studieren und arbeitete in der Anfangszeit ihres Schaffens eher gegenständlich. „Seit einigen Jahren gebe ich meinen Arbeiten gerne auch freiere Nuancen, oft auch abstrakte“, sagt sie. 25 ihrer Plastiken und Skulpturen werden am Freitagabend sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr zusammen mit den Bildern von Annette Bröcker zu sehen sein.

Die abstrakte Malerei von Bröcker bietet zu den Arbeiten Barduhns einen dimensionalen Kontrast. Gleichzeitig finden sich in der Struktur der Werke durchaus Gemeinsamkeiten. Ausdruck ist Ziel ihrer Werke. Selbstverständlich liegt die Interpretation eines Kunstwerks immer im Auge des Betrachters. In der Mischung aus Gegenständlichkeit und Abstraktion wird der Besucher zumeist aber neben der Werkaussage Intention und Stimmungen im Schaffensprozess wahrnehmen.

„Durch Kunst kann ich viele Dinge zum Ausdruck bringen, in der Kunst ist alles erlaubt“, beschreibt Bröcker eine ihrer Schaffensmotivationen. Nach dem Urlaub entstünden unter ihren Händen beispielsweise immer energiegeladene Bilder, die vielfältige Stimmungen spiegeln.

Barduhns Ansatz findet sich mehr in einer von ihr grundsätzlich angestrebten Lebenshaltung. „In jeder Krise steckt auch eine Entwicklungschance“, erklärt sie. „Mir ist es ein Bedürfnis, genau das in meinen Werken zum Ausdruck zu bringen.“