Meckenheimer Schulen: Mit Köpfchen gegen die Energiefresser

Meckenheimer Schulen : Mit Köpfchen gegen die Energiefresser

Mit der Energieeffizienz der Meckenheimer Schulgebäude beschäftigte sich auf Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen der Ausschuss für Bau, Vergabe, Wirtschaftsförderung und Tourismus in seiner Sitzung am Dienstag.

Nach Meinung seiner Fraktion stehe die energetische Verbesserung der Schulgebäude auf der Prioritätenliste ganz vorne, erklärte Stefan Ummenhofer seinen umfangreichen Fragenkatalog. Unter anderem wollten die Grünen wissen, ob nicht das prämierte Konzept "SmartCity - Energieeffizienz in den öffentlichen Gebäuden" umgesetzt werden könne, das von Schülern des Konrad-Adenauer-Gymnasiums entwickelt und vom Energieversorger RWE 2013 mit einem ersten Preis beim Wettbewerb "Energie mit Köpfchen" belohnt worden war.

Fachlehrer Mohsen Darianian stellte "SmartCity" vor, bei dem Energie gespart werden soll, indem mittels per Smartphone steuerbarer Thermostate nicht genutzte Räume nicht beheizt und bei geöffnetem Fenster die Heizung herunter reguliert werden. Auch sollen alte Leuchtkörper durch LED ersetzt werden. 6100 Euro müssten in Thermostate und Fenstersensoren investiert werden. 7200 Euro würden die neuen LED-Röhren für alle Räume kosten. Schon nach einem Jahr amortisiere sich die Investition. In zehn Jahren könnten 150.000 Euro gespart werden.

Der Technische Beigeordnete Heinz Peter Witt schlug ein gemeinsames Gespräch vor: "Wir wollen schauen, dass wir aus ihrem Projekt einen Vorteil für Schule und Stadt gewinnen können." Auch erklärte er, dass es bei der energetischen Komplett-Sanierung der Schulen um Dach, Fenster, Beleuchtung, Heizung und vieles mehr gehe. 100.000 Euro, die dafür 2014 im Investplan standen, konnten wegen der späten Genehmigung des Haushaltes nicht genutzt werden. 300.000 Euro seien im nächsten Jahr für die Planung der Gesamtmaßnahmen vorgesehen.

Die energetische Sanierung städtischer Gebäude sei auch Ziel des ILEK-Klimaschutzkonzeptes. Insgesamt 87 Liegenschaften betreue die Stadt. Das städtische Gebäudemanagement erstelle regelmäßig Jahresbilanzen. Die von den Grünen angesprochene Überhitzung von Klassenräumen in der Katholischen Grundschule Meckenheim resultiere eventuell aus der besseren Dämmung.

Dass dort inzwischen frühere "Behördenventile" getauscht wurden, um wieder eine Regulierung von Hand zu ermöglichen, berichtete Fachbereichsleiter Andreas Satzer. Um die schlechte Beleuchtung in einigen Klassenräumen der Katholischen Grundschule Merl zu verbessern, seien fürs nächste Jahr Haushaltsmittel eingestellt.

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