Abschied: Meckenheimer trauern um Original Rudi Schevardo

Abschied : Meckenheimer trauern um Original Rudi Schevardo

Er engagierte sich in vielen Bereichen der Stadt, war beliebt und die Meckenheimer kannten und liebten ihn als Akkordeon-Spieler bei Festen. Nun ist Rudi Schevardo im Alter von 84 Jahren gestorben.

Familie, Freunde und viele Meckenheimer trauern um Rudi Schevardo, der im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Er engagierte sich in Vereinen, im Sport, im Brauchtum und in der Politik und war auch bekannt und beliebt als Akkordeon-Spieler bei Straßenfesten, im Karneval, auf dem Weihnachtsmarkt und im Altenheim St. Josef, wo er den Senioren einmal die Woche Freude bereitete.

Rudi Schevardo hatte Obstbau gelernt und verkaufte in seinem Geschäft Äpfel aus Meckenheim. Später übernahm er die elterliche Samenhandlung an der Hauptstraße und baute sie zur Zoohandlung aus. Wohl alle Kinder in Meckenheim kannten seinen Laden, in dem er bis vor zehn Jahren Kleintiere, Vögel und Fische verkaufte. Privat züchtete er Brieftauben.

Auch im Sport war Rudi Schevardo erfolgreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte er beim VfL Meckenheim Fußball und war als Stürmer in der Region bekannt. Beim RTV Rheinbach betrieb er Leichtathletik und lief die 100 Meter unter elf Sekunden, was er gerne stolz verkündete. In den 1970er Jahren gründete er als passionierter Skiläufer den Ski-Club Meckenheim. Zweimal im Jahr unterrichtete er als ausgebildeter Skilehrer Gruppen im Skifahren. Später spielte er im Verein auch Volleyball. Seine Passion galt auch dem Karneval. Er war Mitglied der Prinzengarde und nahm an vielen Karnevalsumzügen teil.

In der Kommunalpolitik engagierte sich Rudi Schevardo für die CDU als sachkundiger Bürger in städtischen Ausschüssen und wirkte am Ausbau Meckenheims zur wachsenden Kleinstadt mit. Wegen seiner Krankheit konzentrierte sich Rudi Schevardo auf sein Akkordeon, das er bis zu seinem Tod mit viel Freude spielte.

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