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Eignungstest mit Neuntklässlern: Meckenheimer Schüler zeigen Schwächen beim Rechnen

Eignungstest mit Neuntklässlern : Meckenheimer Schüler zeigen Schwächen beim Rechnen

Meckenheimer Handwerksunternehmen führen Eignungstest mit Neuntklässlern durch. Diese offenbaren Schwächen beim Rechnen und Sprachverständnis, zeigen sich aber sehr konzentriert.

Schwächen beim Rechnen und Mängel beim Sprachverständnis, aber sehr gute Konzentrationsfähigkeit. Das ist das Fazit, das Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher nach dem jüngsten Berufseigungstest für Neuntklässler am Meckenheimer Schulcampus zieht. Der Test hatte im Februar stattgefunden. Am Mittwoch wurden im Pädagogischen Zentrum der Schulen die Ergebnisse bekanntgegeben und die Zertifikate verteilt. „Wieder haben sich Schwächen beim Rechnen und in der Anwendung der Sprache offenbart“, sagte Radermacher.

Der Konzentrationstest habe dagegen sehr gute Ergebnisse erbracht. Dass nur zwei Schüler von den insgesamt 192 Teilnehmern im Bereich Logik, räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Grundverständnis unter 50 Prozent der Fragen richtig beantwortet hatten, wertete Radermacher als „tolles Ergebnis“. Mitgemacht hatten alle neunten Klassen der Geschwister-Scholl-Hauptschule, der Theodor-Heuss-Realschule und des Konrad-Adenauer-Gymnasiums.

Radermacher dankte den Schulleitern Peter Hauck, Claudia Hesseler und Dirk Bahrouz dafür, dass er gemeinsam mit seinen Handwerkerkollegen Martin Weihsweiler, Bernd Hardy und Horst Harwardt den Test auch in diesem Jahr durchführen durfte, und betonte die gute Vernetzung zwischen den Unternehmen und den Schulen in Meckenheim.

Während die Schülerinnen und Schüler durch den Test einen Einblick in ihren Kenntnisstand erhielten, böte sich für die Unternehmer die Möglichkeit, mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen. „Ihr seid die Zukunft – viele Unternehmen suchen händeringend nach jungen Leuten“, erklärte Radermacher. Rund 80 Arbeitsstunden hätten die Meckenheimer Handwerksbetriebe in die Auswertung der Tests investiert.

Die heutigen Schüler seien nicht schlechter aufgestellt als früher, betonte Radermacher. „Wir mussten viel auswendig lernen, ihr kennt euch digital besser aus.“ Sich im Rechnen zu üben, legte Radermacher den Neuntklässlern besonders ans Herz: „Rechnen ist im ganzen Leben wichtig.“ Insgesamt hatten die Hauptschüler im Schnitt 53 Prozent der Fragen richtig beantwortet. Bei den Realschülern waren es 54 Prozent, bei den Gymnasiasten 62 Prozent.

Herausragend gut war das Ergebnis der Klasse 9 a des Konrad-Adenauer-Gymnasiums, die fast 70 Prozent erreichte. Eine besondere Herausforderung mussten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 b des Gymnasiums meistern. Sie mussten die Rechenaufgaben ohne Taschenrechner lösen und waren nur minimal schlechter als die Parallelklasse.

Die drei Besten der jeweiligen Schulen wurden mit Einkaufsgutscheinen vom Meckenheimer Verbund im Gesamtwert von 360 Euro für ihre Leistung belohnt. Das beste Ergebnis bei den Hauptschülern erreichte Viktor Tschumak mit 88 Punkte, vor Alex Lachow (84 Punkte) und Mirjam Herbrich (81 Punkte). Realschüler Phillip Hoffmann erreichte 78 Punkte und wurde Schulbester, weil er das bessere Rechenergebnis aufweisen konnte als Niklas Wirtz (78 Punkte). Dritter unter den Realschülern wurde Max Mahnig (76 Punkte). Hervorragend schnitt Gymnasiast Henrik Walter Limbach mit 95 Punkten ab, gefolgt von Berkay Okur (89 Punkte) und Ayub Negash Mohammed (86 Punkten).