Gerhard Donie: Meckenheimer ist Erfinder des Pömpeldarts

Gerhard Donie : Meckenheimer ist Erfinder des Pömpeldarts

Der Meckenheimer Gerhard Donie ist Erfinder und Weltrekordhalter in der ungewöhnlichen Dart-Disziplin Pömpeldarts. Im Jahr 2007 war er bei "Wetten, dass...?" zu Gast.

Elf Millionen Fernsehzuschauer waren 2007 live dabei, als Gerhard Donie aus Meckenheim-Altendorf bei "Wetten, dass...?" mit Pömpeln, den praktischen Gummisaugglocken, die Verstopfungen im Toiletten- oder Waschbeckenabfluss lösen, auf die Rücken von zehn Freunden zielte. Dabei traf der Aktionskünstler und Erfinder des Pömpeldarts so oft, dass er seine Wette in der Livesendung triumphal gewann und zur Belohnung auch noch Gottschalk-Gast Wladimir Klitschko, damals amtierender Boxweltmeister im Schwergewicht, auf die durchtrainierte Brust werfen durfte. "Deine Brust ist im Prinzip okay", sagte der Meckenheimer vor laufender Kamera seinerzeit zur augenscheinlich beeindruckenden Anatomie des Modellathleten. Gut, dass der Profisportler und sein Bruder keine Boxhandschuhe im TV-Studio dabei hatten.

Auf der Suche nach ungewöhnlichen Jonglierutensilien erfand der Aktionskünstler aus dem Meckenheimer Doppelortsteil Altendorf-Ersdorf das Pömpeldart. Mit 15 Pömpeltreffern innerhalb von einer Minute steht Donie, notariell beglaubigt, im Guinness-Buch der Rekorde. Im - natürlich inoffiziellen - Training zu Hause klebten schon 24 Saugglocken nach einer Minute auf der selbst gebauten Pömpeldartscheibe, die zu Übungszwecken im Hof seines Hauses steht. "Ich brauche pro Pömpel zwischen zwei und drei Sekunden. Dann würde das Limit zwischen 20 und 30 Treffern pro Minute liegen", erklärte der Aktionskünstler, dessen Kerngeschäft kuriose Auftritte bei Galas, Messen oder Festivitäten aller Art sind.

TV-Erfahrung en masse sammelte er zuvor in der Rolle des Butlers Enno von Schwerin an der Seite von Karl Dall in 100 Fernsehsendungen wie "Kofferhoffer" und "Jux und Dallerei". Gerade der Umstand, dass er das Klebenbleiben der Pömpel auf dem Rücken nicht zu 100 Prozent kalkulieren kann, macht die von ihm ersonnene Disziplin spannend und "zu einem echten Sport", wie er findet.

"Ich bin für meine Jobs viel unterwegs, und spüre auf dem Nachhauseweg immer wieder aufs Neue, wie schön es ist, heim zu kommen", sagt der 62-Jährige mit Bewunderung in der Stimme über seinen Wohnort. Mit seiner Familie lebt er in einem 200 Jahre alten Haus, welches von Generation zu Generation vererbt wurde und in welches er viel Schweiß und Arbeit hineingesteckt hat - wie ins Pömpeln.

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