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Meckenheim: Sanierung der Grundschule Merl geht voran

Großprojekt in Meckenheim : Sanierung der Grundschule Merl geht voran

Die Sanierung der Merler Gemeinschaftsgrundschule ist im vollen Gange. Sie wurde bereits komplett entkernt, nun beginnt der Um- und Ausbau. Das Großprojekt biegt somit bald auf die Zielgerade.

Viele Fragen hatten die Mitglieder aus Schul- sowie dem Ausschus für Bau und Vergabe bei der Besichtigung der entkernten Gemeinschaftsgrundschule in Merl. Antworten lieferten Andreas Satzer und Sarah Nohr vom Fachbereich Gebäudemanagement, der Geschäftsführer der pbs-Architekten, Jörg Böhning, und der technischen Beigeordnete Heinz-Peter Witt.

Die Schule ist fast komplett entkernt und die Sanierung in vollem Gange. Einen etwas trostlosen Eindruck machte das von innen sehr dunkel wirkende Gebäude. Auf die Frage nach den Lichtverhältnissen in der Hausmeisterloge sagte Nohr: „Hier wird noch eine Teil-Fensterwand angebracht, von vorne kommt ebenfalls noch Licht.“ Der düstere Eindruck sei im Baustellenzustand vor allem dem Umstand geschuldet, dass an den Fassaden Gerüste und Material den Lichteinfall verhindern und zudem die Wände noch nicht gestrichen seien. „Wenn das fertig ist, dann ist es hier hell“, versicherte sie.

Derzeit Unterricht in Containerschule

Bei der Besichtigung dabei war auch Schulleiterin Barbara Bienentreu. Derzeit werden ihre Schüler in einer neben der Baustelle stehenden Containerschule unterrichtet. Die Situation sei zwar weitestgehend optimiert, aber in manchem Fall doch recht beengt. „Wenn es dann aber hier nachher gut wird, dann sind es die Einschränkungen wert“, sagte die Pädagogin.

Zu sehen gab es im Erdgeschoss Veränderungen an der Raumaufteilung der Mensa, der Aula und der Hausmeisterloge. Von letzterer hatte man einen Teil abtrennen müssen, um ein behindertengerechtes WC zu schaffen. An die Mensa wird eine Ausgabeküche, ähnlich jener in der im vergangenen Jahr sanierten katholischen Grundschule in Merl, angegliedert werden.

Zudem sieht das Raumkonzept für Mensa und Aula vor, dass beide gemeinsam zu nutzen sind. „Das bedeutet aber nicht, dass die Kinder in der Aula essen sollen“, reagierte Witt auf manch irritiert hochgezogene Augenbraue. Zwar wisse man derzeit noch nicht genau, wie viele Plätze man in der Mensa haben werde. Wie in anderen Schulen auch würden die Essenszeiten voraussichtlich grob an die Unterrichtszeiten angepasst, sodass automatisch ein Schichtsystem entsteht.

Kleine Überraschungen gibt es immer

Große und maßgeblich bauverzögernde Überraschungen habe es bisher nicht gegeben. „Kleine Überraschungen gibt es bei solchen Baumaßnahmen aber immer“, sagte Witt. So habe man laut Satzer bei der Öffnung der Wände feststellen müssen, dass die vom Flachdach abführenden Regenfallrohre so stark korrodiert waren, dass sie ausgetauscht werden müssen. Zudem müsse man etliche defekte Heizungsventile erneuern. „Manches kann erst der Handwerker feststellen, wenn er die Zange ansetzt“, beschrieb Witt bildhaft das Prozedere. Die Kosten der Sanierung würden deshalb aber nicht überschritten, sagte Witt. In der Gesamtkalkulation seien solche kleineren Überraschungen immer mit eingerechnet.

Eine neue Aufteilung bekommen einige Klassenräume in dem der Turnhalle angeschlossen Gebäude. „Hier entstehen drei vollwertige Klassen für die Förderschule“, erläuterte Nohr. Durch ein rundes Fenster zeigend, verdeutlichte sie den Baufortschritt am Dach zwischen den beiden Gebäudeteilen. „Hier werden die Kinder zukünftig trockenen Fußes von einem Gebäudeteil zum anderen gehen können.“ Weiterhin wird die Schule mit Blick auf die zunehmenden Anforderungen an Inklusion und Integration weitestgehend barrierefrei sein.