Kommentar zur Kooperation in Meckenheim: Kooperation ist clever

Kommentar zur Kooperation in Meckenheim : Kooperation ist clever

Der Meckenheimer Verbund und die Stadt Meckenheim wollen künftig enger kooperieren, um das Stadtmarketing auf neue Füße zu stellen. Das ist eine gute Nachricht für Festivitäten wie das Altstadtfest und den Zintemaat, findet GA-Redakteur Mario Quadt.

Dass der Meckenheimer Verbund und die Stadt in Sachen Stadtmarketing (noch) enger zusammenarbeiten wollen, ist eine gute Nachricht für die Apfelstadt und ihre Darstellung nach außen. Letztlich sind Festivitäten wie das urige, musikalisch hochklassige Altstadtfest, der gemütliche Zintemaat oder die sommerlich-verträumte Nacht unter der Kastanie Aushängeschilder Meckenheims, die viele Besucher auch von außerhalb anlocken.

Für die Unternehmer, die sich im Netzwerk des Meckenheimer Verbundes seit 2004 zusammenfinden, sind diese Feste sehr gute Gelegenheiten, auf ihr örtliches Einzelhandels- oder Dienstleistungsunternehmen aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass gute Angebote nicht nur auf wenige Internetriesen beschränkt sind. In Zeiten, da die Bequemlichkeit obsiegt, Waren im Internet zu bestellen und nach Hause bringen zu lassen, anstatt sich in einen Laden zu begeben, sind die größeren und kleineren Stadtfeste ein unabdingbarer Faktor in Sachen Umsatz und Eigenwerbung.

Für ein ehrenamtliches Gremium wie dem Verbund ist es schwer, die Organisation solcher Großereignisse wie dem Altstadtfest zu stemmen. Nicht wenige Kommunen geben die Planung und Durchführung ihrer Stadtfeste in die Hand von externen Eventagenturen, die nicht immer ein Händchen dafür haben, was ein lokales Stadtfest ausmacht. Dass Bert Spilles und seine Verwaltung dem Verbund helfen möchten, Altstadtfest, Zintemaat und Co. zu erhalten, ist letztlich eine Art Wirtschaftsförderung. Das Aus dieser lieb gewonnenen Traditionsveranstaltungen aus einem Mangel an Ehrenamt hätte fatale Folgen für die Geschäftswelt und für das Image Meckenheims.

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