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Sternsingen in Wormersdorf: Kinder in Meckenheim werden zu Königen

Sternsingen in Wormersdorf : Kinder in Meckenheim werden zu Königen

Ein Quiz über die Heiligen Drei Könige war am Donnerstag nur eine von fünf Stationen des Workshops für die Sternsinger des Meckenheimer Seelsorgebereichs im Wormersdorfer Pfarrzentrum. Heute und morgen sind die Sternsinger in Meckenheim, Merl, Lüftelberg, Altendorf-Ersdorf und Wormersdorf unterwegs, um Spenden für Kinder in Not zu sammeln.

"Mir macht es großen Spaß, Geld für arme Kinder zu sammeln", sagt die zehnjährige Luisa, die sich eine Krone bastelt. Die Krone findet sie am aller wichtigsten. Sie war schon im vergangenen Jahr dabei und weiß, worauf die Sternsinger achten müssen. "Wir sollen immer fragen, wohin der Aufkleber geklebt werden soll, oder ob wir den Segen lieber mit Kreide an die Tür schreiben sollen", berichtet sie.

Wie bei "Risiko" hat Wallot eine Tafel mit vier Themengebieten vorbereitet: "Die heiligen drei Könige", "Sternsinger unterwegs", "Tansania/Gesundheit" und "Sternsinger Lieder". Je nach Schwierigkeitsgrad gibt es 100 bis 500 Punkte für eine richtige Antwort.

"Wie viele Kinder sind Jahr für Jahr in Deutschland als Sternsinger unterwegs, 5000, 15.000, 50.000 oder 500.000?", lautet die Frage "Sternsinger 500". Die Kinder können sich nicht vorstellen, dass tatsächlich eine halbe Millionen Kinder als Caspar, Melchior und Balthasar unterwegs sind.

Wie wichtig ein Moskitonetz im Beispielland Tansania ist, erfuhren die Kinder bei Pastoralreferentin Ursula Bruchhausen, die einige Monate im Süden von Tansania lebte. Der neunjährige Benedikt kannte den Zusammenhang von Mückenstichen und Malaria nicht.

Bei Bruchhausen lernten sie aber auch, dass für afrikanische Kinder sauberes Wasser nicht selbstverständlich ist und dass sie oft tagelang für den Weg ins nächste Krankenhaus unterwegs sind.

In den anderen Gruppen übten die Sternsinger mit Kantor Bernhard Blitsch Lieder ein und schauten einen Film über Tansania. Jedes der rund 50 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren besuchte zwei Gruppen. Anschließend hielt Pfarrer Reinhold Malcherek den Aussendungsgottesdienst. Die Abschlussgottesdienste sind in den fünf Pfarreien am Samstagabend und am Sonntag.