Tag des Sports: Judoka Tölzer ist Swisttaler "Gesicht des Sports 2018"

Tag des Sports : Judoka Tölzer ist Swisttaler "Gesicht des Sports 2018"

Judoka Andreas Tölzer ist dreifacher Olympiateilnehmer, Judo-Europameister des Jahres 2006 in der Gewichtsklasse 100plus und Inhaber vieler Erstplatzierungen bei internationalen Wettbewerben. Nun wurde er in Swisttal ausgezeichnet.

Die Zahl des Tages: 161. Genauso viele Sportlerinnen und Sportler wurden bei der Sportlerehrung während des vierten Swisttaler Sporttages in der Dreifachhalle für ihre Erfolge in vielen verschiedenen Sportarten ausgezeichnet. „Das ist für Swisttal eine ganz tolle Zahl“, freute sich Klaus Jansen, Vorsitzender des Gemeindesportverbandes Swisttal (GSV). Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner war stolz darauf, dass Swisttal eine Sportgemeinde sei: „Beim Sporttag und bei der Sportlerehrung zeigt sich die große Zahl der Sportvereine und die ganze Bandbreite der Sportangebote.“

Wie vielfältig der Sport in der Gemeinde Swisttal für jedes Alter, für jedes Leistungsniveau und für jedes Trainingsziel ist, bewiesen einmal mehr die aktiven Sportler der verschiedenen Sparten. Darunter Schulsport mit Bundesjugendspielen, Ringen, Judo, Armbrustschießen, Tennis, Fußball, Schießsport und Badminton. Ältester dürfte zweifellos Joachim Sackel von der Laufgemeinschaft Heimerzheim sein, der mit 77 Jahren am legendären Ironman-Triathlon auf Hawaii teilgenommen hat und in der Altersklasse Ü75 Triathlon-Europameister ist.

Neben Informationen etwa auch über den Modellflugsport gab es eine Reihe von Vorführungen wie in der Sportart „Aroha“, einem Fitness-Tanz-Sport im Dreiviertel-Takt für jedes Alter und jedes Trainingsniveau, von Judo oder der Sportprofilklasse der Georg-von-Boeselager-Schule. Vorgestellt wurden in einer Gesprächsrunde auch die „Swisttaler Erklärung zur Kinder- und Jugendarbeit“ und das Projekt „Quartier in Bewegung“, initiiert vom Gesundheitsförderverein kivi und dem Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises.

Das Projekt war beim Sporttag mit der rollenden Gesundheitstankstelle dabei und versorgte die Besucher mit Obst- und Gemüsesnacks sowie Anregungen zur Bewegung von Kindern und Jugendlichen und stellte einen kleinen Parcours bereit, in dem Kinder ihre sensomotorischen Wahrnehmungen schulen konnten.

Besonderer Höhepunkt war die Verleihung der Ehrenamtspreise der Gemeinde Swisttal und des neuen SwistTalers, des Ehrenpreises des Gemeindesportverbandes an das „Gesicht des Sports 2018“. Geehrt wurden mit dem Gründer des Judo-Clubs Swisttal, Klaus Kirste, 40 Jahre Judo-Geschichte, wie Moderator Jörg Freyer sagte. In seiner Laufbahn habe er Top-Judoka an die Spitze des Sports geführt. Kirste gehört heute mit 80 Jahren zu den Best Agern und ist immer noch ehrenamtlich aktiv.

Den Behindertensportpreis erhielt Melanie Csikert. Für die heute 46-Jährige, die bereits mit 25 Jahren den ersten und mit 34 Jahren den zweiten Schlaganfall erlitten hatte, war Aufgeben nie eine Option. Die vierfache Mutter, die an einer Muskel-Nerven-Erkrankung leidet und seit vier Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, sei deshalb für viele Menschen ein Vorbild. Sie hat eine Ausbildung zur Rollstuhlbasketball-Trainerin begonnen und ist angemeldet für die Ausbildung zur „Übungsleiterin C im Rollstuhl“.

Swisttaler „Gesicht des Sports 2018“ ist Andreas Tölzer, dreifacher Olympiateilnehmer, Judo-Europameister des Jahres 2006 in der Gewichtsklasse 100plus und Inhaber vieler Erstplatzierungen bei internationalen Wettbewerben. Heute ist der 38-Jährige NRW-Landestrainer der U21 und der Männer.

Als Jugendlicher hatte er beim Judo-Club Swisttal begonnen und gibt bis heute in seinem ersten Verein aus Verbundenheit und zur Motivation der Nachwuchs-Athleten jedes Jahr ein Gasttraining. Nach dem 38-Jährigen ist ein Judo-Griff benannt, um den Gegner von der Bauchlage in die Rückenlage zu bringen: der „Tölzer-Umdreher“. ⋌