Hilfe für Flüchtlinge: Integrationshelfer kann Arbeit in Meckenheim fortsetzen

Hilfe für Flüchtlinge : Integrationshelfer kann Arbeit in Meckenheim fortsetzen

Stadt Meckenheim und Kooperationspartner Rheinflanke unterzeichnen neuen Vertrag. Die neue Vereinbarung beginnt am 15. Mai dieses Jahr und endet am 31. Mai 2021.

Der Begleitung und Integration geflüchteter Menschen nimmt sich Heiko Leubecher seit zwei Jahren an – mit erkennbarem Erfolg. Er ist als Integrationshelfer der Stadt Meckenheim an der „Schnittstelle“ von Geflüchteten, ehrenamtlichen Helfern und Verwaltung im Einsatz. Um dieses Engagement fortzuführen, haben die Stadt Meckenheim und ihr Kooperationspartner Rheinflanke vorzeitig einen Vertrag für die Dauer von weiteren drei Jahren unterzeichnet. Vorangegangen war am 6. Dezember vergangenen Jahres ein Beschluss des Meckenheimer Rates. Die neue Vereinbarung beginnt am 15. Mai dieses Jahr und endet am 31. Mai 2021.

„Wir haben in Meckenheim die Rahmenbedingungen geschaffen und mit Heiko Leubecher die richtige Person“, sagte Bürgermeister Bert Spilles. Im Beisein von Holger Jung, Erster Beigeordneter der Stadt Meckenheim, Joachim Neienhuis-Wibel, Fachbereichsleiter Soziales, Migration und Integration, Sebastian Koerber, Geschäftsführer der Rheinflanke, und Leubecher selbst, verwies Spilles auf die nach seinem Dafürhalten „Schlüssel für eine erfolgreiche Integration“: eine offene Gesellschaft, Interesse bei den Zuwanderern und das Verantwortungsbewusstsein bei Politik und Wirtschaft.

Koerber nannte Meckenheim „einen Vorreiter“. War die Apfelstadt doch die erste Kommune im Kreis, die mit der Rheinflanke eine Partnerschaft eingegangen ist. Vor dem Hintergrund, dass die Flüchtlingsarbeit in der Öffentlichkeit derzeit nicht mehr so präsent ist, „ist die Vertragsunterzeichnung bemerkenswert. Unsere kontinuierliche Zusammenarbeit wird nachhaltig fortgeschrieben“, sagte Koerber. Das Beibehalten dieser „langfristigen Linie“ sei wichtig.

Leubecher freute sich auf drei weitere Jahre in Meckenheim, „in denen ich Menschen weiter begleiten und unterstützen kann, Meckenheimerinnen und Meckenheimer zu werden.“ Der Integrationshelfer sieht erste sichtbare Erfolge. Das Erlernen der deutschen Sprache schreite voran. Einige Flüchtlinge haben sich Vereinen angeschlossen, haben Arbeit und werden vielfach Teil dieser Gesellschaft. „An den Schulen kommen die Kinder schnell in die Regelklassen“, ergänzte Holger Jung. Von anfangs drei internationalen Vorbereitungsklassen ist der Bedarf auf nun eine Klasse gesunken. Rückblickend zog der Erste Beigeordnete ein positives Fazit: „Wir haben die erste Hochphase 2015 gut gemeistert.“ Damals habe man noch 450 Personen unterbringen müssen. „Jetzt sind es 350 Personen, um die wir uns kümmern.“

„Es ist schön, den Geflüchteten helfen zu können und zu sehen, wie die Integration in den verschiedenen Bereichen voranschreitet“, machte Leubecher auf den „Tag der Kulturen“ am Samstag, 16. Juni, an dem sich die Arbeitsgemeinschaft Migration und Integration beteiligt, aufmerksam. „Nachdem sich viele geflüchtete Menschen in Meckenheim wohlfühlen und die Sprache gut gelernt haben, wird in den kommenden Jahren der Schwerpunkt meiner Arbeit auf der Integration in den Arbeitsmarkt und auf der gesellschaftlichen Teilhabe liegen“, so Leubecher. Optimistisch ist auch Joachim Neienhuis-Wibel. Denn „die Arbeit klappt ganz hervorragend“, erklärte der Fachbereichsleiter Soziales, Migration und Integration.

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