Zintemaat des Meckenheimer Verbunds: Für große und kleine Kinder

Zintemaat des Meckenheimer Verbunds : Für große und kleine Kinder

Der rauchige Geruch der Holzfeuer liegt in der Luft. Die Buden laden mit ihrem Lichterglanz zum Näherkommen ein, die Strohballen zum Hinsetzen. Glühwein und Apfelpunsch schmecken nach mehr. Von der kleinen Bühne erklingen Weihnachtslieder.

Es ist Zintemaat in Meckenheim. Zum vierten Mal hat am Wochenende der Meckenheimer Verbund dazu eingeladen, auf rheinische Art die Vorweihnachtszeit zu begehen. Es sei die Zeit, in der man sich auf das Wesentliche im Leben besinnen sollte und in der Gemeinschaft besonders wichtig sei, sagte Bürgermeister Bert Spilles, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Verbundes Willi Wittges-Stoelben den stimmungsvollen Markt eröffnete. Im Mittelpunkt stünden auch beim Zintemaat die Kinder, denen die Zeit des Wartens verkürzt werden sollte. Genau das scheint im Kinderzelt gelungen zu sein.

Geschäftiges Treiben herrscht hier am Samstagnachmittag. Arin (9), Asmin (9) und Nujin (11) basteln konzentriert und eifrig Weihnachtsschmuck für den Tannenbaum im Zelt oder für Zuhause, ganz wie sie wollen. Angeleitet werden sie vom Team des Meckenheimer Kinderfördervereins "Meckikids". Sie bekleben Joghurtbecher mit Glitzerfolienschnipsel und versehen ihr Werk mit einer Schnur.

Gerade noch haben sie sich die Aufführung von "Hänsel und Gretel" angeschaut, berichten die drei Mädchen. Theatermann und Chefanimateur im Zelt Wilfried Esch gönnt sich eine kurze Pause, bevor es mit der interaktiven Märchenaufführung "Schneewittchen" weitergeht. Mit handgemalten Märchenmotiven dekoriert sind die 30 Buden, die den Kirchplatz füllen.

Ganz hinten vor dem Caritashaus präsentiert sich die neueste Bereicherung der Budenstadt, eine ansehnliche Burg. Eigentlich seien die Modelleisenbahnen zum Verkauf bestimmt, erklärt Michael Ruttorf. Doch offensichtlich macht es dem Sammler mehr Spaß, Kinder in die Geheimnisse der Steuerung einzuweihen. Runde um Runde lässt er seinen Apfelexpress mit Unterstützung und zur Freude der kleinen Weihnachtsmarktbesucher fahren. Im Zelt kann man dem Künstler Constantin Christi Mardare beim Malen zuschauen. Er hat auch die Märchengestalten der Weihnachtsmarktstände geschaffen.

Seine Bilder, Landschaften, Menschen und Tiere, verkauft der Rumäne, für einen guten Zweck. Der Erlös soll dem rumänischen Waisenhaus zugute kommen, in dem er selbst seine Kindheit und Jugend verbracht hat.

Die zahlreichen Besucher des Zintemaats nutzten auch die Gelegenheit, sich die im Zuge der Altstadtsanierung bereits fertiggestellte großzügige und moderne Freitreppe zur benachbarten Pfarrkirche St. Johannes anzusehen, um einen Eindruck vom zukünftigen Ambiente in der Hauptstraße zu gewinnen. Fertig ist auch schon die in die Freitreppe integrierte Bühne. Sie sollte eigentlich für das abwechslungsreiche Bühnenprogramm des Marktes mit viel Musik und Kindertheateraufführungen genutzt werden und so ihre Premiere feiern. Doch das Zintemaat-Team hat sich spontan anders entschieden und die kleine Bühne aus den Vorjahren wieder aufgebaut - um näher am Publikum zu sein.