Winterdienst: Für Eis und Schnee gerüstet

Winterdienst : Für Eis und Schnee gerüstet

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, und mit ihr kommen Frost, Eis und Schnee. Der General-Anzeiger hat bei den Kommunen im Linksrheinischen nachgefragt, wie sie sich auf den Winter und seine Unbilden vorbereitet haben.

In Meckenheim werde ein plötzlicher Wintereinbruch nicht für Überraschungen sorgen, weiß Marion Lübbehüsen, Sprecherin der Stadt Meckenheim. „Der Baubetriebshof beginnt mit den Planungen bereits im Sommer“, sagt Lübbehüsen. Seit September werden die Salzlager des städtischen Baubetriebshofes aufgefüllt, die Winterdienstgeräte – aktuell vier Streufahrzeuge und drei Kolonnenfahrzeuge für die sogenannten Handkolonnen – von einer Fachfirma überprüft, das Personal unterwiesen sowie Streupläne und Einsatzgruppen festgelegt.

Zudem seien circa 100 Tonnen Salz und 30 Tonnen Lavagranulat besorgt worden. Die Streumittel lagern zurzeit auf dem Gelände des Baubetriebshofs. Eine Tonne Streusalz kostet die Stadt zurzeit rund 60 Euro.

Reicht diese Bevorratung aus, um über den Winter zu kommen? „Das kommt auf die Witterungsverhältnisse an“, weiß Lübbehüsen. „Wir haben einen Liefervertrag für Streusalz, wodurch wir in der Lage sind, kurzfristig Material zu ordern.“ Der Winterdienst muss Straßen, Wege und Plätze räumen – die in drei Dringlichkeitsstufen eingeteilt sind. Welche Straßen prioritär geräumt werden, ist auf der Internetseite der Stadt einsehbar. Wo und wann gestreut wird, legt Meckenheims Baubetriebshofleiter Ullrich Hagedorn zusammen mit der Winterdiensteinsatzleitung fest.

Seit dem 21. November herrscht in der Gemeinde Swisttal „Winterzeit“. Das heißt, die Mitarbeiter des Baubetriebshofs unter der Leitung von Stefan Schumacher stehen für alle Fälle bereit. Insgesamt sind es 22 Männer inklusive der Hausmeister der Schulen, die im Fall von Eis und Schnee mit anpacken. Sie sind in zwei Schichten eingeteilt: morgens von 4 bis 7 Uhr und am nachmittags von 16.30 bis 19 Uhr. Nachts um 3 Uhr wird an verschiedenen Stellen die Temperatur gemessen und dann über einen Einsatz entschieden. Das Streugut wird mit insgesamt vier Fahrzeugen verteilt. Zur Verfügung stehen 120 Tonnen Salz, 30 Tonnen Lava und vier Tonnen Flüssigsalz. Dabei gehen die Mitarbeiter nach einer Prioritätenliste vor: Zuerst werden Gefäll- und Busstrecken gestreut, dann die Haupterschließungsstraßen und am Schluss die Anliegerstraßen. Bis heute musste in Swisttal vier mal morgens gestreut werden.

Im Rheinbacher Baubetriebshof an der Aachener Straße sind die Dienstpläne für die Streudienste längst geschrieben. Für die Widrigkeiten des Winters mit Eis und Schnee gibt es – wie in anderen Kommunen – eine detaillierte Prioritätenliste. Die sieht vor, dass Gefäll- und Steigungsstrecken sowie wichtige Fußgängerüberwege zuerst gestreut werden. Der Betriebshof der Glasstadt hat rund 250 Tonnen Streusalz und Sole aktuell auf Lager, wie Norbert Sauren, Pressesprecher der Stadt Rheinbach, auf GA-Anfrage mitteilte. Bis zu 300 Tonnen kann der Baubetriebshof insgesamt einlagern. Das zu befahrende Streckennetz in der Kernstadt und in den Ortsteile beziffert Sauren auf circa 65 Kilometer Länge.

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