Franziska Hagerloch ist neue Pfarrerin in Meckenheim

Neue Pfarrerin in Meckenheim : Franziska Hagerloch fühlt sich dem Römerbrief verpflichtet

Franziska Hageloch ist die neue Pfarrerin der Meckenheimer Christuskirche: Eine Aussage aus dem Römerbrief hat sie ihr Leben lang begleitet - und soll das nun auch in ihrer neuen Wirkungsstätte tun.

„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben.“ Der Satz aus dem Römerbrief hat Franziska Hageloch bei allen wichtigen Ereignissen ihres Lebens begleitet. Ob Konfirmation, Ordination oder die Einführung in ihr Amt als neue Pfarrerin der Meckenheimer Kirchengemeinde in der Christuskirche – die theologische Aussage aus Paulus’ Brief an die Römer ist für sie Programm. Die 32-Jährige trat am Sonntag offiziell ihre Dreiviertelstelle als Nachfolgerin von Susanne Back-Bauer an, die im vergangenen Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Zahlreiche Gläubige nahmen an der festlichen Amtseinführung teil, für den entsprechenden musikalischen Rahmen sorgten Jugendchor und Gospelchor unter der Leitung von Kantor Maximilian Friedrich. Schon vor dem Gottesdienst begrüßte der Posaunenchor unter der Federführung von Margret Toyka die Gläubigen musikalisch. Und wie schon bei der Ordination haben auch am Sonntag die Presbyter der Kirchengemeinde gemeinsam mit Superintendent Mathias Mölleken Franziska Hageloch die Hand aufgelegt und sie zur Einhaltung der christlichen Werte verpflichtet. „Dieser Zuspruch gibt mir Kraft und Stärke für den Dienst“, sagte die gebürtige Schwäbin.

Tätigkeit in Swisttal und Weilerswist

Bis November vergangenen Jahres war die Jungpfarrerin in den Kirchengemeinden Swisttal und Weilerswist tätig – zunächst auf Probe und anschließend als Pfarrerin mit besonderen Aufgaben. Auch wenn die 32-Jährige bereits in den vergangenen Wochen Superintendent und Pfarrer Mathias Mölleken beruflich entlastet und schon viele Menschen in ihrer neuen Gemeinde kennengelernt hat, so war es für sie doch bisher eher ein Hineinschnuppern. „Hier ist das Angebot von Kindern bis Senioren ausgesprochen vielfältig. Noch weiß ich nicht, welche Zielgruppe dabei nicht so vorkommt. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es für Menschen zwischen 25 und 40 weniger gibt“, sagte Hageloch.

Ihr ist es wichtig, Kirche zu gestalten und gemeinsam mit anderen Menschen Neues auszuprobieren. „Immer wieder stoße ich zum Beispiel auf die Frage, mit welchen Angeboten Kirche auch für Menschen Heimat sein kann, die aus der Jugendarbeit raus und mitten im Berufsleben angekommen sind“, erklärte Hageloch. Ihre Schwerpunkte als Entlastungspfarrerin sind die klassischen Aufgaben im Pfarramt. Dazu gehören neben der Gestaltung von sonntäglichen Gottesdiensten und den Kasualien zu Anlässen wie Taufen und Beerdigungen auch Bildungsarbeiten für junge Menschen (Schulgottesdienste) und für Erwachsene (Bibelgruppen). Ein dritter Schwerpunkt für die Neu-Meckenheimerin ist die Seelsorge, die vor allem beim Besuchsdienstkreis zu Geburtstagen eine große Rolle spielt. Offenheit gegenüber neuen Projekten ist für die Theologin immer ein Muss. Dabei versteht sie sich als Teamplayer. „Deshalb freue ich mich besonders auf die Zusammenarbeit mit vielen Menschen im Haupt- und Ehrenamt“, machte die Jung-Pfarrerin klar.

Entscheidung für den Beruf fiel im Studium

Geboren und aufgewachsen in Rottweil südlich von Stuttgart, absolvierte Hageloch nach dem Abitur ein Freiwilliges Sozialen Jahr im Bereich Kultur in Speyer. Danach studierte sie Theologie und Geschichte in Heidelberg, Basel und Tübingen, wo sie 2014 ihren Bachelor in beiden Fächern machte. Während des Studiums kristallisierte sich immer mehr ihre Entscheidung für den Beruf der Pfarrerin heraus.

Christlicher Glaube und Religion waren in der Familie Hageloch von jeher ein Thema. Und die 32-jährige ist in einem ökumenischen Elternhaus aufgewachsen: Mutter Veronika ist katholisch, Vater Eberhard war evangelischer Religionslehrer, Schwester Lydia konvertierte vor ihrer Firmung zum katholischen Glauben und arbeitet als Pastoralreferentin. Franziska Hageloch hat ihre Bestimmung und theologische Heimat in der evangelischen Kirche gefunden.