Betrüger an der Haustür: Falsche Wasserwerker und Stromzählerableser sind in Meckenheim unterwegs

Betrüger an der Haustür : Falsche Wasserwerker und Stromzählerableser sind in Meckenheim unterwegs

Sie klingeln an der Tür und geben vor, im Auftrag eines Versorgungsunternehmens den Stromzähler oder die Wasseruhr ablesen zu wollen. Die Bonner Polizei warnt davor, Trickdiebe ins Haus zu lassen und gibt Tipps, wie ihnen das Handwerk gelegt wird.

Betrüger, die unter einem Vorwand versuchen, sich Zutritt zu Häusern und Wohnungen zu verschaffen, waren am Dienstag in Meckenheim unterwegs. Wie ein GA-Leser berichtet, klingelten zwei unbekannte Personen am Dienstagmittag an der Tür einer älteren Frau unter Vorgabe, die Wasseruhr ablesen zu müssen.

Als die vermeidlichen Wasserwerker bemerkten, dass sich noch eine jüngere männliche Person in dem Haus aufhielt, verließen sie laut GA-Leser fluchtartig das Haus und bestiegen einen abseits geparkten weißen Van ohne Aufschrift. Am selben Tag, ebenfalls um die Mittagszeit, gaben sich Unbekannte in Meckenheim als RWE-Mitarbeiter aus und forderten, den Stromzähler abzulesen. Ihnen wurde der Einlass verwehrt.

Der Polizei sind am Dienstag bislang keine Schäden durch Diebstähle in Meckenheim bekannt, sagte Polizeisprecher Simon Rott auf GA-Anfrage. Gleichwohl warnt die Polizei davor, Unbekannte ins Haus oder die Wohnung zu lassen. „Sie sind grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet in die Wohnung zu lassen“, sagte Rott. Amtspersonen oder Mitarbeitern sollten nach ihrem Ausweis gefragt und dieser sorgfältig überprüft werden.

Besucher vor dem Öffnen der Tür genau anschauen

"Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür genau an, zum Beispiel durch den Türspion oder das Fenster. Benutzen Sie die Türsprechanlage", lautet ein weiterer Tipp der Polizei. Bereits beim geringen Zweifel, ob der "Gesandte" an der Tür echt ist, sollte bei dem jeweiligen Unternehmen oder der Behörde angerufen werden, rät die Polizei. "Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus und ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn zu Rate", berichtet Polizeisprecher Simon Rott.

Ebenso sollten Handwerker nur dann ins Haus gelassen werden, wenn sie selbst bestellt sind oder von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Um die Trickdiebe nicht auch noch auf Geld oder Wertsachen aufmerksam zu machen, sollte man niemals Auskunft geben, wo im Haus oder in der Wohnung diese Dinge aufbewahrt werden. Und: "Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe", rät der Polizeisprecher. Sobald der kleinste Zweifel besteht, solle der Polizeinotruf 110 angerufen werden.