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Linksrheinischer Dance-Contest in Merl: Ein Hauch von Bollywood

Linksrheinischer Dance-Contest in Merl : Ein Hauch von Bollywood

Die Freude am Tanzen verbindet alle Teilnehmer des "2. linksrheinischen Dance-Contest" unter dem Motto "Eure Performance, euer Style, eure Musik". Daher war nach den Vorführungen der sieben teilnehmenden Tanzgruppen am Samstagabend im Merler Saal noch lange nicht Schluss.

Als Organisatorin Hanna Esser von der Meckenheimer Jugendhilfe zu Mitmach-Tänzen animierte, standen zeitweise etwa 70 Jungs und Mädels auf der kleinen Bühne. Und zu Jennifer Lopez' Hit "On the Floor" kribbelte es offensichtlich auch Bürgermeister Bert Spilles und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Meckenheim, Peter Zachow, in den Füßen, die sich der Party-Stimmung wohl nicht erwehren konnten, sich ebenfalls auf dem Dancefloor einfanden und sich gut gelaunt in Jazzdance- und Zumba-Style-Elementen übten.

"Eigentlich sind alle Teilnehmer Gewinner, und der olympische Gedanke zählt", erklärte Mitveranstalter und Moderator Kai Sager, Kreis-Jugendpfleger für Alfter, Swisttal und Wachtberg. Dennoch wurden die Auftritte von einer kritischen Jury bewertet.

Es siegte schließlich die Show-Tanz-Gruppe Cascaya aus Eitorf. Die elf Zwölf- bis 15-Jährigen, die in Begleitung ihrer Trainerin Andrea Lehnigk nach Meckenheim gekommen waren, zauberten in gruseligen Kostümen "Eine kleine Horror-Show" auf die Bühne. Dass sie schließlich einen halben Punkt Vorsprung vor den Zweitplatzierten hatten, verdankten die Tänzerinnen ihren ungewöhnlichen Tanzfiguren und der Besonderheit ihres Auftrittes, so die Jury.

Den zweiten Platz belegten die Bröltalpänz aus Ruppichteroth, mit 22 Mitgliedern die größte Gruppe des Contests, die im gepunkteten Leo-Dress mit einem Afrika-Showtanz begeisterten. Den dritten Pokal nahm die Jazzdance-Gruppe "Jazzwave" vom Sankt Augustiner Albert-Einstein-Gymnasium mit nach Hause, die zur Musik "Baby can dance" swingten.

Mit dem vierten Platz belohnt wurden die heimischen Dance Friends des TST Merl, die als erstes antraten und in farbenfrohen Kostümen einen Bollywood-Tanz zeigten. Gleich drei fünfte Plätze gab es für die Hip-Hop-Tänzer "Black&White Edition" vom Jugendzentrum Brüser Berg, Bonn und "Dance Attack" aus Ruppichteroth sowie für den 1. Bonner Showtanz-Club.

In der Jury saßen Markus Becher aus Hennef, der selbst über eine 20-jährige Tanzerfahrung verfügt, Christiane Kamprad und Melanie Meurer, beide Mitarbeiterinnen des Mosaik-Kulturhauses Meckenheim und beide Tänzerinnen im Meckenheimer Karneval, sowie Claudia Schmidt, Jugendfachkraft aus Wachtberg, die selbst über gar keine Tanzerfahrung verfügt und daher "mit unschuldigem Auge" zusah.

Aus Jugendarbeiter-Sicht, so Schmidt, sei Tanzen für Jugendliche eine wertvolle Freizeitbeschäftigung, fördere Kreativität und Ausdrucksvermögen, Teamgeist und Zusammengehörigkeitsgefühl. Dass die jungen Leute sich überwinden, auf der Bühne zu stehen und dafür positive Resonanz erfahren, beeinflusse ihre Persönlichkeitsentwicklung, erklärten die Juroren.