Kirche in Meckenheim: Die Kommunikation ist ihr besonders wichtig

Kirche in Meckenheim : Die Kommunikation ist ihr besonders wichtig

Superintendent Mathias Mölleken führt Susanne Back-Bauer als neue Pfarrerin in Meckenheim ein.

Bereits seit Februar verstärkt Pfarrerin Susanne Back-Bauer das Seelsorger-Team der Evangelischen Kirchengemeinde Meckenheim. Gestern wurde die 59-Jährige im Rahmen des Sonntags-Gottesdienstes in der Christuskirche von Superintendent Mathias Mölleken feierlich in ihr Amt eingeführt.

Seiner „Beförderung“ zum Superintendenten sei es auch zu verdanken, dass nun erstmals eine vierte Pfarrerstelle in Meckenheim besetzt wurde, erklärte Mölleken. So biete der dritte Sonntag nach Ostern, „Jubilate“ genannt, nicht nur im kirchlichen Sinne, sondern auch für die Gemeinde speziell einen Grund zum Jauchzen, sagte er. „Wir sind darauf angewiesen, möglichst in Vollausstattung die Gemeindearbeit zu tragen, damit Kirche präsent ist und präsent bleibt, damit mehr Zeit für seelsorgerische Zuwendung ist und um frei zu sein für Gespräche und spirituelles Leben“, unterstrich er. Back-Bauer besitze eine fröhliche und freundliche Art, einhergehend mit schwäbischer Gelassenheit und ergänze in guter Weise das Meckenheimer Team, dem Pfarrerin Ingeborg Dahl und Pfarrer Radomir Nosek (Friedenskirche), Pfarrerin Cordula Siebert (Die Arche) und weiterhin auch Mölleken angehören, der nun eine 25-Prozent-Stelle als Pfarrer innehat.

Back-Bauers Stelle umfasst 75 Prozent. Das fünfköpfige Team berge viele Talente und ermögliche ein buntes Gemeindeleben, so Mölleken. Schon jetzt sei die Entlastung spürbar. Back-Bauer habe bereits den Konfirmandenunterricht aufgenommen und wolle den Besuchsdienst neu aufbauen.

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“. Den Vers 15.5 aus dem Johannes-Evangelium hat sich Susanne Back-Bauer für ihre Amtseinführung ausgewählt. Kirche sei eine Lebensgemeinschaft, in der es lebendig zugeht, wenn die Kommunikation klappt, erklärte sie. Daher sei es wichtig, Kommunikation aufrecht zu erhalten, zum Beispiel durch Gemeindefeste, Kirchen-Cafés und Besuchsdienste.

Beim Empfang nach dem Gottesdienst sprachen auch Wolter Freiherr von Tiesenhausen für die Partnergemeinde Saldus in Lettland, der Pfarrer im Ruhestand Jochen Siebel als erster Pfarrer der Christuskirche, Andreas von Gadow, Vorsitzender des Presbyteriums und Bürgermeister Bert Spilles der Pfarrerin ein Willkommen aus.

Susanne Back-Bauer wurde 1958 in Stuttgart geboren, studierte Theologie in Tübingen und Erlangen und begann 1983 ihr Vikariat in Tübingen. Bis 1997 war sie in Baden-Württemberg Gemeindepfarrerin, Klinikseelsorgerin und Landesblindenpfarrerin. 1998 folgte sie ihrem Mann ins Rheinland und wurde Klinikseelsorgerin in Bonn. Zuletzt war sie bis 2013 Gemeindepfarrerin in Alfter. Seit 2007 gehört sie zum Vorstand der Telefonseelsorge Bonn/Rhein-Sieg. (bok)

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