Altstadtfest in Meckenheim: Besucher strömen in Scharen in die Apfelstadt

Altstadtfest in Meckenheim : Besucher strömen in Scharen in die Apfelstadt

Das dreitägige Meckenheimer Altstadtfest verwandelt die Hauptstraße zur verkehrsfreien Flaniermeile.

Musik vom Feinsten läutete in diesem Jahr das Altstadtfest auf dem Marktplatz ein. Mehrere hundert Besucher strömten auf den Platz vor der Bühne, um Stücke von Westernhagen, Sting oder The Police zu hören. Gut organisiert boten Getränke- und Imbisswagen, Sitzgelegenheiten und eine freie Fläche gleichermaßen Platz für ruhige Genießer und Tänzer. Bis in den späten Abend lauschten die Gäste am Samstag- und am Freitagabend den Bands Nico & Alex, Regatta de Blanc und Ganz und Gar. In Scharen strömten die Besucher an drei Tagen zum Meckenheimer Altstadtfest.

Vereine, der Meckenheimer Verbund und viele Ehrenamtliche hatten für das Festwochenende ein buntes Programm für alle Altersklassen zusammengestellt. Mia (3) konnte ihre Augen kaum von Bugs Bunny in Lebensgröße abwenden, während ihr Vater sich beim Verein Obere Mühle die Modelle der faszinierenden Mühlentechnik erklären ließ. Auch die Dreijährige durfte das detailreiche Holzbauwerk aus der Nähe erkunden. Gerne ließ sie sich zusammen mit ihrer sechsjährigen Schwester Lina für das kommende Wochenende zum Kinderprogramm an der historischen Oberen Mühle anlässlich des Tags des offenen Denkmals einladen.

Am Stand des Forums Senioren Meckenheims informierte Cornelia Brodeßer von der Verkehrswacht während des elften Meckenheimer Seniorentags über die Angebote der Verkehrswacht. „Der Rollator und die Fahrtüchtigkeit im Alter sind für viele Tabuthemen“, erklärte die Fachfrau. Wisse man jedoch, wie man sicher mit einem Rollator beispielsweise per Bus unterwegs ist, so erweitere sich für viele Ältere der Aktionsradius. „Die Menschen können viele Dinge wieder selbst in die Hand nehmen und gewinnen Selbstvertrauen zurück.“ Und anderem gab es am Stand des Seniorenforums einen computergestützten Reaktionstest. „Anhand dieser Daten kann jeder Testkandidat einschätzen, inwieweit er oder sie etwas tun sollte, um weiterhin motorisiert am Straßenverkehr teilnehmen zu können“, erklärte Brodeßer.

Diskussion über Sicherheit im Alter

Sicherheit im Alter allgemein hatte sich das Seniorenforum in diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben. Dazu moderierte Friedel Groß eine Talkrunde mit Daniela Lindemann vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz, Stadtbrandinspektor Günter Wiegershaus, Erstem Beigeordneten Holger Jung und Cornelia Brodeßer. „Sicherheit hat viele Facetten“, leitete Groß die Diskussion um Einbruch, Überfall, Straßenverkehr, aber auch um Brandschutz und Sicherheit als Fußgänger ein. Fragen aus dem Publikum zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern auf der umgestalteten Hauptstraße und in der Fußgängerzone sowie Fragen zur Rauchmelderpflicht und dem Sinn derselben wurden aus der Runde beantwortet. Für die Installation von Rauchmeldern in Häusern warb Wiegershaus mit eindringlichen Worten. „Viele Brandtote sind noch vor der Alarmierung gestorben, weil sie das Feuer im Schlaf nicht bemerkt haben“, so Meckenheims höchster Feuerwehrmann.

Gegen 15 Uhr erwarteten die Gäste am Samstag die Vorstellung einer in Meckenheim wichtigen Personalie: Mit passender Musik marschierte die Kinderprinzessin der kommenden Session mit ihrem Hofstaat auf die Bühne. Die ehemaligen Tollitäten Prinzessin Sina und Hofdame Svenja moderierten spontan die künftige Regentin Saskia Ranocha an, die sogleich das Motto der nahenden karnevalistischen Zeit verkündete: „Meckem: Ich und du, wir zwei sind ganz schön cool“. Seit 13 Jahren wohnt die geborene Berlinerin im Rheinland, seit neun Jahren tanzt sie bei der Prinzengarde Meckenheim. Der Karneval habe sie schon als Kleinkind so begeistert, dass sie noch im Hochsommer aus dem Kinderwagen heraus nach Kamelle gerufen habe, hörte man von Saskia. Ihr Wunsch, selbst einmal als Kinderprinzessin auf der Bühne zu stehen, sei in ihrer Zeit als Kinderadjutantin bei Prinzessin Sinas Regentschaft gewachsen.

In überlebensgroßen Kugeln hatten die Kinder derweil ihren Spaß beim sogenannten Aquazorbing. In einem aufblasbaren Becken „liefen“ sie innerhalb dieser Riesenkugel über das Wasser. Andere genossen lieber das Kinderkarussell, das Glücksrad, stöberten auf dem Kinderflohmarkt nach Spielzeug oder kulinarische Leckereien.