Herrenhaus Altendorf: Begegnungsstätte öffnete am Tag des offenen Denkmals

Herrenhaus Altendorf : Begegnungsstätte öffnete am Tag des offenen Denkmals

"Es ist kaum zu glauben, aber schon vor rund 6000 Jahren siedelten Menschen im Raum Meckenheim, wie viele Ausgrabungen belegen. Hier fanden sie beiderseits der Swist fruchtbaren Lößboden, ideale Voraussetzungen für eine sesshafte Lebensweise als Bauern und Viehzüchter."

So beginnt die Beschreibung der Jahrtausende alten Geschichte der Stadt Meckenheim im Flyer, den der Verein "Meckenheimer Stadtmuseum und Kulturforum" Besuchern im Herrenhaus Altendorf reichte. Am gestrigen Tag des offenen Denkmals konnten sich Gäste hier in der "Begegnungsstätte für Meckenheimer Geschichte und Kultur" mit der Entwicklung des Ortes von der Franken- bis zur Neuzeit befassen.

Auch die Burg Lüftelberg sowie die Obere Mühle in Meckenheim öffneten am Sonntag ihre Türen und in Rheinbach ging es auf Spurensuche in der Innenstadt.

In einer ständigen Ausstellung mit eigenen Sammlungsstücken sowie Leihgaben des Bonner Landesmuseums präsentiert der Verein im Herrenhaus Fundstücke aus der Franken- und Römerzeit in erleuchteten Glasvitrinen. Sie stammen zumeist aus den Ausgrabungen einer Villa Rustica und von Gräberfeldern rund um die Stadt.

Eine Abbildung der "Meckenheimer Geburtsurkunde" von 1636 belegt die Verleihung der Stadtrechte. Porträts von bekannten Meckenheimern, von der Heiligen Lüfthildis bis zu Karl Carstens, Bundespräsident von 1979 bis 1984, schmücken das Trauzimmer. Das Treppenhaus zum ersten Stock zeigt in eindrucksvollen Luftaufnahmen die räumliche Veränderung der Stadt durch den rasanten Bevölkerungszuwachs von den 1960er Jahren bis heute.

In den oberen Räumen erhält der Besucher Einblick in die Entwicklungsgeschichte der Kirchen, der Vereine, der Landwirtschaft und der Handwerksbetriebe. Auch die Folgen des Zweiten Weltkrieges und das jüdische Leben sind hier dokumentiert. Dem Verein ist es wichtig, noch vorhandene Spuren in der wechselvollen Geschichte der Stadt aufzuspüren und der Bevölkerung sichtbar zu machen.

Die Dokumentation ist nur nach Anmeldung zu besichtigen. Kontakt unter der Rufnummer 02225/945339 oder joerg.koepke@t-online.de.

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