Lesung in Meckenheim: Autorinnen zum Ausfragen

Lesung in Meckenheim : Autorinnen zum Ausfragen

Zwei Autorinnen zum Ausfragen präsentierte die Buchhandlung am Neuen Markt in Meckenheim ihren Krimifans. Unter dem Motto "Mord vor Ort - Krimigenuss nach Ladenschluss" stellten sich Judith Merchant und Sabine Trinkaus dem Kreuzverhör der Leserinnen und Leser.

"Eine gehörige Portion schwarzen Humor, skurrile, aber liebenswerte Charaktere" verspricht der Roman "Der Zorn der Kommissarin" von Trinkaus laut Klappentext (Verlag Emons, 10,90 Euro). Merchants "Loreley singt nicht mehr" (Droemer Knaur, 14,99) ist "ein clever ausgeklügelter Königswinterkrimi", in dem "eine bizarr leuchtende Leiche" von einem Angler aus dem Rhein gefischt wird.

Merchant erläuterte einer Fragestellerin den Unterschied beim Schreiben aus der Ich-Perspektive oder aus der Perspektive ihrer Romanpersonen: "Die Ich-Perspektive geht wusch, wusch, geradeaus." Bei der Schreibweise von Person zu Person könne sie von einer zur anderen wechseln, wenn sie einmal nicht weiter wisse. Während des Schreibens entwickelten sich die Charaktere - manchmal ändere sie dann ihren kompletten Plan.

"Sind das Folgebände?", wollte eine Besucherin von Trinkaus über deren Bücher "Schnapsleiche" und "Schnapsdrosseln" wissen. Die Autorin bejahte und wies darauf hin, dass sich der Ton der Erzählungen von ironisch hin zum Ernsteren wandele. Leser Axel Reiter war angetan von den Büchern. Er nannte sie "erfrischend mit überraschenden Wendungen, manchmal etwas schnodderig, aber sehr unterhaltsam". Mit ihm hatte sich Annelie Wonneberger eingefunden. Die Bücher von Trinkaus hätten sie "weitergereicht". Bei Merchant "wussten wir noch nicht, worauf wir uns hier einlassen".

Die Chefin der Buchhandlung, Nicole Jünger, kennt Judith Merchant von der Uni. Diese war der Einladung bereits zum zweiten Mal gefolgt, weil sie "gerne was machen wollte, um den Buchhandel zu unterstützen". Die Leute sollten lieber nicht bei Amazon bestellen, sondern gerade im Weihnachtsgeschäft den Einzelhandel bevorzugen, schlugen die Schriftstellerinnen vor.

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