Feierlichkeiten zum Jubiläum: 50 Jahre Konrad-Adenauer-Gymnasium in Meckenheim

Feierlichkeiten zum Jubiläum : 50 Jahre Konrad-Adenauer-Gymnasium in Meckenheim

1968 wurden die ersten 68 Kinder eingeschult. Ursprünglich als Nebenstelle des Gymnasiums in Röttgen gegründet, wurde die Schule in Meckenheim schon bald eigenständig. Vor 40 Jahren zog das Gymnasium ins Schulzentrum,

„Ich bin erst seit zwei Jahren da“, sagt Dirk Bahrouz, Leiter des Konrad-Adenauer-Gymnasium. Deshalb will er sich beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Schule zurückhalten. „Ich möchte, dass diejenigen zu Wort kommen, die in diesen vielen Jahren dabei waren und etwas zu erzählen haben.“ Deshalb wird er an diesem Freitag ab elf Uhr im Pädagogischen Zentrum der Schule lediglich die Gäste begrüßen, die Festrede von Bürgermeister Bert Spilles ankündigen und die Moderation übernehmen.

In Form einer Talkrunde bringen nämlich fünf Menschen Farbe in die Jahrzehnte, in denen sie die Schule mitgestaltet haben und in denen die Schule sie geprägt hat. Gerhard Offermann wurde als Schüler der ersten Stunde im Jahr 1968 eingeschult, damals fand der Unterricht noch in Baracken statt. Auch Dorothea Wiktorin, heute in Köln Dozentin für Geografie und Didaktik, hat hier gelernt. Heute bildet sie selbst Lehrer aus und wird die Runde mit verschiedenen Blickwinkeln bereichern.

Svenja Gerhart vertritt als aktuell am KAG lehrende Kraft mit dem Schüler Tobias Hübel das Hier und Heute der Schule. Der Fachmann für den historischen Überblick ist der stellvertretende Schulleiter a.D. Peter Knoth, der als Chronist Zahlen, Daten und Fakten zusammenstellte und manche Erinnerung wecken wird. Die Schüler Lennart Kersting und Maja Leutner umrahmen den ersten Teil des Festakts mit Chopin und Mazurka. Nach dem Blick in die ersten 50 Jahre und den Ausblick in die Zukunft hat Sandra Da Vina im Poetry Slam das Wort. Ihr folgt der Imagefilm, ein Ergebnis der Zusammenarbeit von Nikolas Boos, Marius Giesen, Malte Lützen, Nils Wortmann und Tim Roth. In der Projektwoche hatten die fünf Schüler der Oberstufe mit vielen Ideen, Engagement und mit Hilfe einer Drohne einen rund fünfminütigen Film über ihre Schule gedreht. Historische Bilder erinnern zwischendurch immer wieder in einer Diashow an alte Zeiten.

Die Projektwoche hatte bereits ganz im Zeichen des Jubiläums gestanden, denn der Schulleiter will es nicht bei einem einzigen Festakt belassen. „Das erste Schuljahr ging ja auch von 1968 bis 1969“, argumentierte er. So sei es nur recht und billig, wenn man ein Jahr lang feiere. Mit dem Flashback-Konzert im Juni startete man mit Tanz und Musik aus den Musicals der vergangenen Jahre ins Festjahr. Die einen Monat später folgende Projektwoche befasste sich mit einer Spurensuche im Schul- und Stadtarchiv, dem Imagefilm und der Herstellung der Partydekoration für die 68er Party im November.

Mit gerade mal 68 Schülern war die Schule bei der Einschulung am 13. August 1968 mit Schulleiter Wilhelm Heide an den Start gegangen. Seinerzeit hatte man die kleine Gemeinschaft in Baracken am Ruhrfeld unterrichtet. Dass es zehn Jahre lang trotz stark steigender Schülerzahlen nur provisorische Unterbringungen geben würde, ahnte seinerzeit niemand. Direktor Michels und zwei nebenamtliche Lehrkräfte stemmten im ersten Jahr alleine die Wissensvermittlung in der ursprünglich als Außenstelle des Gymnasiums Röttgen angelegten Schule.

Es sollte nicht einmal ein Schuljahr dauern, bis die Außenstelle am 20. Februar 1969 zum „Staatlichen Gymnasium Meckenheim“ wurde. Den Namen „Konrad-Adenauer-Gymnasium“ erhielt die Schule durch einen Ratsbeschluss am 12. Juli 1976 mit drei Stimmen Mehrheit im Jahr des 100. Geburtstags des ersten Kanzlers der Bundesrepublik. Mit der zweiten Einschulung stieg die Zahl der Schüler auf 142, bis sie 1980 mit 1273 Lernenden ihren Höchststand erreichte. Gemeinsam mit der Theodor-Heuss-Realschule zogen Lehrkörper und Schüler 1978 endlich in das neue Schulzentrum.

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