Jussi Adler-Olsen Glasdolch Rheinbach

Auszeichnung bei Rheinbacher Krimi-Woche : Autor Jussi Adler-Olsen bekommt den Glasdolch verliehen

Der Bestsellerautor Jussi Adler-Olsen aus Dänemark, mit 23 Millionen verkaufter Krimibänden ein Weltstar seines Genres, nimmt die Auszeichnung am 9. Oktober bei der Rheinbacher Krimiwoche entgegen.

23 Millionen Bücher in 40 Sprachen hat Erfolgsautor Jussi Adler-Olson weltweit abgesetzt.  Dass der 69-jährige Däne aber mit drei weitere Vornamen hat dürften die Wenigsten seiner Krimi-Fans wissen. Am Freitag, 9. Oktober, ist Carl Valdemar Jussi Henry Adler-Olsen Gast bei der Rheinbacher Krimiwoche – um den Glasdolch in Empfang zu nehmen.

„Wir sind höchsterfreut, dass solch ein prominenter Autor den ihm zugedachten Preis in Rheinbach entgegennehmen wird“, sagte Winrich C.-W. Clasen im Gespräch mit dem General-Anzeiger. Der Herausgeber und Geschäftsführer des Rheinbacher CMZ-Verlags hatte zusammen mit Christoph Ahrweiler von der Buchhandlung Kayser vor vier Jahren die Idee, dem Spannungsgenre eine Krimiwoche zu widmen, die stets mit einer Auszeichnung für die besten Vertreter der mordlüsternen Literaturgattung einhergeht. „Wir glauben, dass der 9. Oktober in die Annalen der Rheinbacher Krimiszene eingehen wird“, findet Ahrweiler. Mit Adler-Olsen komme ein Weltstar des Genres in der Glasstadt.

Zeremonie in diesem Jahr in der Glasfachschule

Neu ist, dass die Zeremonie an dem Ort über die Bühne gehen soll, an dem der Glasdolch auch gefertigt wird: in der Rheinbacher Glasfachschule. 17,5 Zentimeter lang ist allein die Klinge aus transparentem Artista-Glas. Der 9,8 Zentimeter lange Dolchgriff ist aus eher dunklem Dallglas, entworfen und hergestellt von Dozentin Elena Ritter. Vorgesehen ist, dass sich Glasfachschüler von Adler-Olsens neuem Krimi „Opfer 2117“ inspirieren lassen. Das Opfer, das dem Buch seinen Titel gibt, ist ein Flüchtling, eine Frau, die tot an den Strand der Mittelmeerinsel Zypern gespült wird.

„Das Thema ist politisch. Ich selbst bin es nicht“, sagte der dänische Autor über seinen im vergangenen Herbst erschienenen Krimi. „So wie ich schreibe, ist Politik vielleicht leichter zu verstehen. Es geht immer um den Missbrauch von Macht“, findet Adler-Olsen, dem 2007 mit „Erbarmen“ der literarische Durchbruch gelang. Es ist der erste Fall des Kommissars Carl Mørck vom Sonderdezernat „Q“ für sogenannte Cold Cases, weit zurückliegende, ungeklärte Verbrechen.

Adler-Oslen ist der bestverkaufte dänische Krimiautor

Seit seinem Bestseller „Schändung“, Teil zwei der Serie um Mørck, gilt Adler-Oslen als bestverkaufter dänischer Krimiautor überhaupt. „Opfer 2117“ ist der achte Band seiner Erfolgsreihe, von denen vier mit internationaler Starbesetzung verfilmt sind. Die Glasdolch-Jury mit dem Bad Godesberger Bestsellerautor und Dylan-Übersetzer Gisbert Haefs, Krimi- und Jugendbuchautorin Heidi Möhker aus Rheinbach, Buchhändlerin Christel Engeland sowie Clasen und Ahrweiler gelangte zu der Auffassung, dass mit Adler-Olsen ein prominenter Vertreter der Kriminalliteratur Skandinaviens der  Auszeichnung würdig ist. Nach dem britischen Kriminalautor Peter James 2017, der schottischen Schauerqueen Val McDermid 2018 und dem deutschen Polit-Krimimeister Wolfgang Schorlau im vergangenen Jahr holt sich erneut einer der ganz Großen des Genres den Preis in der Glasstadt ab. Denn: Voraussetzung ist, dass der Ausgezeichnete den Glasdolch auch persönlich in Rheinbach in Empfang nimmt.

Die Planungen für die weiteren Veranstaltungen während der Krimiwoche sind noch nicht abgeschlossen. Vorgesehen ist, dass die Woche am Samstag, 3. Oktober, mit einer Krimilesung startet. Angedacht ist auch, einen Forensiker einzuladen. Wie knifflig es ist, einen Kriminalroman zu schreiben, lässt sich in einer Schreibwerkstatt erfahren, bei der ein prominenter Autor zugegen sein wird. Wer das sein wird, soll schon bald feststehen.

Glasdolchverleihung und Lesung beginnen am Freitag, 9. Oktober, um 19 Uhr in der Glasfachschule. Reservierungen sind in der  Buchhandlung Kayser und unter ☏ 0 2 26/9 26 30 möglich.