Umweltschutz in Bornheim: Wilder Müll verärgert Anwohner

Umweltschutz in Bornheim : Wilder Müll verärgert Anwohner

Unbekannte haben am Bornheimer Bach Bauchschutt abgeladen. Der Schutt rutschte auch in das Bachbett herab und musste professionell entsorgt werden. Auch auf dem Mertener Holzweg wurde eine illegale Müllentsorgung beobachtet.

Erst kürzlich haben viele Bornheimer bei der großen Umweltsäuberungsaktion ihre Orte von Abfall befreit, da vermeldet die Stadt erneut einen Fall von wildem Müll. Wie die Verwaltung mitteilt, haben Unbekannte am Bornheimer Bach, oberhalb des Widdiger Talwegs, eine größere Menge Bauschutt illegal entsorgt.

Die Tat müsse sich vor dem 30. März ereignet haben. Da der Schutt in die Bachböschung und zum Teil bis ins Bachbett gekippt worden sei, habe der zuständige Wasserverband Südliches Vorgebirge ihn nur unter großem Aufwand entfernen und schließlich fachgerecht entsorgen können, heißt es von der Stadt.

Illegales Abladen von Müll wird teuer

Weiter weist die Verwaltung darauf hin, dass es sich bei der illegalen Entsorgung von Müll im geringsten Fall um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Bei Bauschutt könne je nach Menge ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro fällig werden. Bei größeren Abfallmengen, die in Gewässern illegal entsorgt werden, könne das Bußgeld sogar bis zu 50 000 Euro betragen. Darüber hinaus könne ein solches Vergehen als Straftat geahndet werden, so die Stadt. Durch die Entsorgung des wilden Mülls entstünden jedes Jahr hohe Kosten für die Allgemeinheit.

Im Fall des Bauschutts bittet der Wasserverband Südliches Vorgebirge um Mithilfe aus der Bevölkerung. Hinweise werden unter 0 22 22/94 53 10 entgegengenommen. Darüber hinaus bittet die Stadt darum, Umweltsünder dem Ordnungsamt zu melden. Kontakt: 0 22 22/94 51 61. Außerhalb der Dienstzeiten fungieren die Polizisten der Wache Bornheim (02 28/ 15 58 11) als Ansprechpartner.

Müll-Sünder mit Personenbeschreibung melden

Laut Stadt ist es dabei wichtig, möglichst konkrete Angaben zu machen, und zum Beispiel eine Personenbeschreibung des Verursachers zu machen sowie das Kfz-Kennzeichen und die Uhrzeit zu nennen. Letzteres hat jüngst Heinz Müller, Mertener und Vorsitzender der UWG, getan.

Wie Müller dem GA berichtet, habe am vergangenen Dienstag ein Mann am Mertener Holzweg gegen 22.30 Uhr Gartenaushub mit Müllverunreinigung am Straßenrand abgeladen. Der Mann sei in einem BMW mit Anhänger unterwegs gewesen – mit einem Autokennzeichen des Rhein-Erft-Kreises. Seine Beobachtungen habe er sowohl der Stadt als auch dem Stadtbetrieb mitgeteilt, berichtet Müller. „Da ich allerdings keine Personenbeschreibung machen konnte, sei es leider nicht möglich, der Sache nachzugehen um eine strafrechtliche Verfolgung einzuleiten“, habe man ihm gesagt.

Wie Christoph Lüttgen von der Pressestelle der Stadt erläutert, habe eine Verfolgung einer Tat ohne eine Personenbeschreibung wenig Aussicht auf Erfolg. Schließlich müsse der Halter eines Fahrzeugs nicht auch zwingend der Verursacher sein. Zwar schrieben die Behörden die Fahrzeughalter an, diese leugneten das Geschehene dann aber meist.

Zugleich weist Lüttgen darauf hin, dass für illegalen Abfall das Amt für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises zuständig sei. Die Stadt übermittle daher den Vorfall aus Merten nach Siegburg, so Lüttgen. Der Stadtbetrieb werde die Abfälle am Holzweg allerdings entsorgen.