Konzert in Sechtem: Wenn Farben hörbar werden

Konzert in Sechtem : Wenn Farben hörbar werden

Dania König, Dino Soldo und Martin Buchholz geben ihr drittes "goldenes Konzert" im Blauen Haus des Tambourcorps Rheinperle .

„Im Schwarzwald geboren und in Karlsruhe aufgewachsen, lebte Dania König für einige Jahre mit ihrem Mann, dem amerikanischen Musiker Dino Soldo, und drei Kindern in Südkalifornien, bevor es die Familie wieder zurück nach Deutschland, in ein kleines Dörfchen in der Nähe von Köln zog.“ So ist es auf der Webseite der Sechtemer Musikerin Dania König zu lesen. Zu hören waren sie und ihr Mann Dino nun in dem kleinen Dörfchen namens Sechtem, in dem die beiden sich seit 2005 wohl und heimisch fühlen.

Ihr drittes der angekündigten Vier-Farben-Konzerte, fand erneut in dem beinahe ausverkauften Blauen Haus des Tambourcorps Rheinperle unter dem Titel „Das goldene Konzert“ statt. Nach den Farben Grün und Blau sollte das Gold für den beginnenden Herbst stehen. Und pünktlich zu Konzertbeginn, endete auch am Donnerstagabend der wahrscheinlich letzte heiße Sommertag des Jahres und die ersten zaghaften Regentropfen schickten die letzten Gäste, die noch bei einem Glas Wein der Sechtemer Weinhandlung „Monate“ vor dem Blauen Haus die letzten Sonnenstunden genießen wollten, in den Bühnenraum. Hier wartete mit dem Bassisten Marius Goldhammer schon ein weiterer Sechtemer Künstler auf das Publikum – zusammen mit dem aus Rösrath stammenden Songpoeten und Kabarettisten Martin Buchholz, dem Gitarristen Markus Segschneider aus Köln und dem Heidelberger Schlagzeuger Daniel Jakobi.

Schon nach den ersten drei auf Deutsch gesungenen Liedern von Dania König und den ersten Saxofontönen von Dino Soldo konnte man versucht sein, von den „Sechtemer All Stars“ zu sprechen. Ob es die Liebeslieder von Dania König, der Blues von Dino Soldo oder die Folksongs von Martin Buchholz waren – alle Vorträge wurden geprägt von der uneingeschränkten Spielfreude der sechs Musiker, die aus nahezu jedem Song ein kleines Ereignis machten.

Während Buchholz mit seiner Gitarre wortreich sein „Dich vermiss‘ ich“ sang, ließ Soldo mit seinem Saxofonsolo das Vermissen körperlich spürbar werden. Zuletzt gelang es ihm mit seinem Song „I love everyone“ das Publikum zu einem gegenseitigen Umarmen zu bringen und damit dem „kleinen Dörfchen in der Nähe von Köln“ ein großartiges Gefühl von Zusammengehörigkeit zu vermitteln.

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