Kultur in Bornheim: Theaterverein erhält festen Spielort

Kultur in Bornheim : Theaterverein erhält festen Spielort

Der Bornheimer Theaterverein erhält in der ehemaligen Cafeteria des Mertener Krankenhauses einen festen Spielort. Im Herbst soll Premiere sein.

Die Tage, an denen der Name irgendwie sinnentleert war, sind gezählt. Seit die Theatermacher um die Schauspieler Gerhard Fehn und Cécile Kott Ende Juni 2014 aus dem alten Kloster an der Secundastraße ausgezogen waren, passte der Vereinsname „Theater im Kloster Bornheim“ nicht mehr so richtig.

Das wird sich im Herbst wieder ändern. Im ehemaligen Kloster und früheren Krankenhaus in Merten wird der Verein eine feste Spielstätte haben – als Teil des kulturellen Angebots für den Gebäudekomplex, den die gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) zu einer generationenübergreifenden Wohnstätte und einem Ort der Begegnung entwickeln will (der GA berichtete).

In Gesprächen mit GFO-Verantwortlichen sei man schnell übereingekommen, berichtet Gerhard Fehn. Hermann Wübbels, stellvertretender Vereinsvorsitzender, sagt, er sei mit dem Anliegen auf Ursula Meeth, Projektleiterin in Merten sowie Leiterin des dortigen Seniorenzentrums Sankt Elisabeth, zugegangen. Darauf habe Meeth geantwortet: „Auf Sie habe ich gewartet“, so Wübbels.

In der ehemaligen Cafeteria des Krankenhauses soll die öffentliche Spielstätte mit maximal 150 Plätzen entstehen. Dazu werden Bühne und Technik eingebaut, die einst im Kloster an der Secundastraße zum Einsatz gekommen waren. „Alles Equipment erhält eine sinnvolle Verwendung“, sagt Fehn, und erläutert, dass zu den Plänen des Vereins auch die Gründung einer Theatergruppe mit Bewohnern, Mitarbeitern und Freunden des neuen Quartiers zähle. Damit wolle man vielleicht schon im Juni beginnen, so Fehn weiter.

"Es muss Geld reinkommen"

Nach dem Aus für das Theater im Kloster an der Bornheimer Secundastraße zog der Verein mit seinen Projekten von Ort zu Ort. Veranstaltungen fanden etwa im Ristorante „Zum Sängerheim“ in Kardorf, im alten Schulhaus auf dem Peter-Fryns-Platz oder in der Kaiserhalle an der Königstraße statt. „Wir wollen bei den Spielstätten auch variabel bleiben“, erläutert Vereinskassenwart Detlev Rein.

Das Zentrum der Aktivitäten soll aber das Kulturcafé im generationenübergreifenden Wohn- und Quartiersprojekt der GFO sein. Probleme wie einst an der Secundastraße soll es nicht geben. Aus dem dortigen Kloster musste der Verein aus Kostengründen Ende Juni 2014 ausziehen.

Im Vergleich mit Merten gebe es nun einen wichtigen Unterscheid, erläutert Wübbels. Das Haus an der Secundastraße war ein Wirtschaftsunternehmen: „Es musste Geld reinkommen.“ In Merten wiederum müsse man keine Miete zahlen, sagt Fehn. Auch könnte man etwa auf den dortigen Hausmeister zurückgreifen. Der Vorstand des Vereins „Theater im Kloster Bornheim“ ist voller Tatendrang und freut sich auf die neue Spielstätte. Fehn: „Es ist nochmals der Versuch des Vereins, in die Vorgebirgsgesellschaft zu wirken.“

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