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„Die Schneekönigin“ in Bornheim: Theater im Kloster zeigt eine Geschichte der Freundschaft

„Die Schneekönigin“ in Bornheim : Theater im Kloster zeigt eine Geschichte der Freundschaft

Das Theater im Kloster präsentiert das Märchen „Die Schneekönigin“ nach Hans-Christian Andersen in der Bornheimer Kaiserhalle. Einen Monat dauerten die Proben für das Stück, das am Samstag Premiere feiert.

Das Bühnenbild ist fertig, hier und da werden noch einige letzte Regieanweisungen umgesetzt: Mit dem Wintermärchen „Die Schneekönigin“ zeigt das Bornheimer Theater im Kloster in diesem Jahr nach „Die Mitschuldigen“ von Goethe und „L'amore passa attraverso lo stomaco“ nun seine dritte Produktion. Premiere feiert das Stück am Samstag, 26. November, 14 Uhr, in der Kaiserhalle in Bornheim.

Die Inszenierung orientiert sich an der Originalversion von Hans-Christian Andersen. Für die Bühne bearbeitet und entsprechend modernisiert hat das Werk die 29-jährige Bornheimer Schauspielerin und Regisseurin Ise Papendorf. Es ist ein Märchen für Jung und Alt, in dem es um Freundschaft und deren Bedeutung geht.

Erzählt wird in der einstündigen Aufführung die Geschichte von Gerda (Monika Sobetzko) und Kay (Ferdi Özten), die beste Freunde sind, bis Kay von zwei verzauberten Spiegelscherben getroffen wird und sich plötzlich gemein gegenüber Gerda verhält. Im Winter kommt die Schneekönigin (Victoria Wiese) und nimmt ihn dorthin mit, „wo immer Schnee liegt“. Als Gerda das Verschwinden ihres Freundes bemerkt, beginnt ihre Suche nach ihm.

Dabei trifft sie auf eine Blumenfrau, das „Räuberweib“ und die „Finnenfrau“, mit deren Hilfe sie schließlich ins Sommerzelt der Schneekönigin gelangt. Dort hofft sie, ihren Freund zur Rückkehr bewegen zu können. Das Bühnenbild von Cécile Kott ist vielseitig und märchenhaft zugleich. So findet ein altes Bettgestell, je nach Szene als Schlafgemach des Prinzen, Haus von Gerda und Kay und Sommerzelt der Schneekönigin, Verwendung.

Zehn Freikarten für bedürftige Familien

Einen Monat lang haben Monika Sobetzko (31), Victoria Wiese (36) und Ferdi Özten (29), die zurzeit alle noch anderweitige Engagements haben, intensiv mit Regisseurin Ise Papendorf geprobt. Wiese, die in sechs verschiedenen Rollen sowie in der Titelrolle zu sehen sein wird, hat das Märchen als Kind im Jungen Theater Bonn gesehen und sich damals vor der Schneekönigin regelrecht gefürchtet. Ein Gefühl, das sie den Zuschauern nicht vermitteln möchte.

„Ich finde das Stück witzig, und ich glaube, dass sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen gut unterhalten werden“, sagt hingegen Özten. Für Ise Papendorf ist Kindertheater etwas Besonderes, da die Mädchen und Jungen mit dem Geschehen mitfiebern.

Die Wahl des Stückes geht auf den Vorsitzenden des Theaters im Kloster, Gerhard Fehn, zurück. „Ich suchte nach etwas, das gut in die Winterzeit passt und für Groß und Klein spannend ist“, so der 68-Jährige. Verbunden sind die Aufführungen mit einer speziellen Aktion: Pro Vorstellung werden zehn Freikarten an bedürftige Familien ausgegeben. Wer Interesse hat, kann sich bei Beate Vitus, Jugendamt der Stadt Bornheim, unter 0 22 22/94 37 54 13 melden.

Darüberhinaus werden 50 Freikarten für die Vorstellung am Sonntag, 4. Dezember, an Flüchtlingsfamilien ausgegeben. Zum besseren Verständnis führt der Syrer Fayez Alallaf mit einer arabischen Moderation durch das Stück. Im Anschluss haben alle Besucher Gelegenheit, mit den Schauspielern und der Regisseurin ins Gespräch zu kommen.

Die Termine: Premiere von „Die Schneekönigin“ ist am Samstag, 26. November, 14 Uhr, in der Bornheimer Kaiserhalle, Königstraße 58. Weitere Termine sind am Sonntag, 27. November, sowie samstags und sonntags, 3./4., 10./11. und 17./18. Dezember, jeweils um 15 Uhr. Karten zum Preis von zehn, ermäßigt fünf Euro, gibt es im Vorverkauf in der Kaiserhalle, bei Tabakwaren M & C, Königstraße 74, sowie unter www.bonnticket.de.